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17:22 04.10.2018
Hans-Joachim Wünsche schaufelt den Trester, der als Abfall beim Mosten anfällt, auf einen Anhänger. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dollbergen

Vor dem Feuerwehrhaus hatte am Mittwoch Hans-Joachim Wünsche, Inhaber einer mobilen Mosterei, alle Hände voll zu tun. Der Heimatverein hatte Gartenbesitzer eingeladen, aus eigenen Äpfeln Saft pressen zu lassen. „Wir haben heute Äpfel ohne Ende“, stellte der Vereinsvorsitzende Henning Rase fest und fügte hinzu, 2018 sei ein gutes Apfeljahr gewesen. Wegen der Trockenheit gebe es allerdings viele kleine Früchte.

„Gut 20 Leute haben sich mit Mengen von 100 bis 400 Kilo angemeldet“, berichtete der frühere stellvertretende Vorsitzende Henning Schulze. Außerdem hätten am Dienstag zwei Gruppen des Heimatvereins am Kanals- und am Kirchenweg sowie in Gärten von Privatleuten Äpfel gepflückt, die dem Heimatverein ihr Obst zum Mosten zur Verfügung gestellt hatten.

Hans-Joachim Wünsche schüttet Äpfel in die Waschanlage der mobilen Mosterei. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

230 Kilo Äpfel aus dem eigenen Garten hatte Katrin Zimmermann aus Sievershausen mitgebracht. Ihre Familie könne gar nicht alle Äpfel essen, die sie ernte, berichtete Zimmermann. Sie werde etliche Kisten mit Saft einlagern. Bis Weihnachten werde die Familie wahrscheinlich den ganzen Most getrunken haben. „Wir lieben unseren eigenen Apfelsaft“, sagte Zimmermann. „Es ist toll, so die Äpfel aus dem eigenen Garten zu verwerten und dann den Saft trinken zu können“, sagte die Dollbergerin Brigitte Schwieger, die wie Zimmermann auch schon in den vergangenen Jahren das Angebot des Heimatvereins zu mosten genutzt hatte.

Wünsche schüttete das angelieferte Obst zunächst in die Waschanlage der mobilen Mosterei. „Nach dem Waschen werden die Äpfel zu einer Maische zerkleinert, die dann auf eine Siebbandpresse kommt“, erläuterte Wünsche. Der ausgepresste Saft werde in zwei große Fässer gepumpt. Ein Röhrenwärmetauscher erhitze ihn auf 79, 80 Grad. „Würden wir das nicht machen, würde der Saft nach etwa zwei Tagen zu gären anfangen“, sagte Wünsche. Als Abfall entstand Trester. „Den entsorgen wir auf einem Misthaufen. Früher wurde er an Schweine verfüttert“, sagte Rase.

Der Apfelsaft des Heimatvereins ist in Fünf-Liter-Kartons abgefüllt worden. Ihn hat der Heimatverein verkauft. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Nach seinen Angaben war es die dritte Mostaktion des Heimatvereins. Viele Äpfel vergammelten, weil die Gartenbesitzer sie nicht äßen. So würden sie wenigstens verwertet. „Im vorigen Jahr haben wir es ausfallen lassen, weil die ganze Apfelblüte erfroren war“, sagte Rase.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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