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Region Uetze Nachrichten Bürgerinitiativen: Verfahren zum Kaliberg anhalten
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13:06 26.02.2019
Den Wathlinger Kaliberg kann man von Hänigsen aus sehen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen/Wathlingen

Die Bürgerinitiativen (BI) Umwelt Uetze und Wathlingen fordern, das Planfeststellungsverfahren zur Abdeckung des Wathlinger Kalibergs mit Bodenaushub und Bauschutt anzuhalten. Nach den Worten des Vorsitzenden der BI-Umwelt Uetze, Georg Beu, macht es wenig Sinn, die Halde abzudecken, weil sie seit Jahren den Boden und das Grundwasser versalze. Salziges Haldenwasser versickere im Boden. Außerdem stehe die Halde im Grundwasser. „Dadurch wird sie von unten angelaugt“, sagt Beu.

„Während des Erörterungstermins hat es eine Vielzahl an neuen Erkenntnissen gegeben“, fügt der Hänigser hinzu. So hätten die Vertreter des Konzern K+S Untersuchungen zur Belastung des Bodens und des Grundwassers erwähnt, die vorher weder den Bürgerinitiativen noch der Öffentlichkeit bekannt gewesen seien. Um sie beurteilen zu können, hätten die Bürgerinitiativen sie vor dem Erörterungstermin kennen müssen. Deshalb müsse die Erörterung wiederholt oder zumindest ergänzt werden, verlangt Beu.

„Bei solchen Verfahren sind auch künftige Entwicklungen zu berücksichtigen“, sagt sein Wathlinger Kollege Holger Müller. Er verweist auf Pläne, Salzwasser von anderen K+S-Standorten nach Hänigsen und Wathlingen zu transportieren. Das werde zu zusätzlichen Lastwagenfahrten führen – nach Beus Einschätzung ab 2020. Nach Müllers Ansicht muss untersucht werden, wie sich die gleichzeitigen Transporte des Salzwassers und des Abdeckmaterials, das für die Haldenabdeckung benötigt wird, auswirken.

Beu und Müller kritisieren, dass die Bürgermeister der betroffen Gemeinden nicht an dem Zusatztermin der Erörterung teilgenommen haben, an dem es unter anderem um die Verkehrsproblematik ging. „Sie haben durch Abwesenheit geglänzt“, beklagt Beu. Zudem hätten die Vertreter der Gemeinde wenig zum Thema Verkehr gesagt. Gemeindesprecher Andreas Fitz weist die Vorwürfe zurück: „Die Gemeinde ist mit der Fachbereichsleitung dort ausreichend gut vertreten gewesen.“ Fachbereichsleiter Sven Kuchenbecker stehe voll in dem Thema und habe sich zum Verkehr geäußert. „Wir sind unseren Pflichten nachgekommen“, sagt Fitz.

Laut Heinke Traeger, Sprecherin des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie, prüft das Landesamt den Antrag der Bürgerinitiativen, das Planfeststellungsverfahren zurückzustellen. Die Genehmigungsbehörde werte zurzeit das Wortprotokoll des Erörterungstermins aus. Danach werde sie alle Belange abwägen und eine Entscheidung treffen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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