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Region Uetze Nachrichten Abwassergebühren steigen in Uetze kräftig an
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18:39 17.09.2019
Das Klärwerk in Hänigsen ist eine von drei Kläranlagen im Gemeindegebiet Uetze. Seit 2006 gibt es dort eine Klärschlammvererdungsanlage. Quelle: Wasserverband Peine
Uetze

Im Gemeindegebiet Uetze sollen die Gebühren für die Abwasserentsorgung in drei Schritten um insgesamt 25 Prozent steigen. Grund für die erneute Erhöhung ist der Investitionsbedarf in die Infrastruktur der Abwasserentsorgung. Zurzeit zahlen die Einwohner für die Entsorgung eines Kubikmeters Schmutzwasser 3,20 Euro, ab 2021 werden 3,40 Euro fällig. 2022 steigt die Gebühr auf 3,60 Euro und 2023 auf 4 Euro je Kubikmeter. Parallel dazu wird der Wasserverband Peine, der in Uetze für die Kläranlagen und Kanalisation verantwortlich ist, auch das jährliche Grundentgelt anheben: 2021 von 72 auf 96 Euro und 2022 auf 120 Euro je Gebäude. Erst Anfang des laufenden Jahres waren die Gebühren erhöht worden.

Uetzer Klärschlamm könnte künftig verbrannt werden

Neben den eher alltäglichen Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen in Kanalisation und Klärwerke sucht der Wasserverband Peine neue Wege für die Klärschlammentsorgung. Damit reagiert er auf geänderte gesetzliche Vorgaben. In Uetzes Nachbarkommune Burgdorf wird seit Monaten kontrovers diskutiert, ob die Stadt ein Klärschlammzwischenlager baut und den abgelagerten Schlamm weiterhin auf den Äckern verklappt. Für die Einwohner der Gemeinde Uetze zeichnet sich hingegen eine umweltfreundlichere – und auf Dauer vermutlich auch kostengünstigere – Lösung der Klärschlammentsorgung ab: Der Wasserverband beteiligt sich an der Planung einer interkommunalen Klärschlamm-Verbrennungsanlage mit anschließender Phosphor-Rückgewinnung in Hildesheim.

3000 Tonnen Klärschlamm fallen jedes Jahr an

„Wir sind der Planungsgesellschaft für das Projekt beigetreten“, sagt Verbandssprecherin Sandra Ramdohr. Beauftragt mit der Planung ist laut Ramdohr die kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen (KNRN). Wenn die ausgearbeiteten Pläne samt Kosten vorliegen, wolle der Wasserverband entscheiden, ob er vollwertiger Partner der KNRN wird. Gesellschafter sind bereits Barsinghausen, Langenhagen, Celle, Peine, Hildesheim, Salzgitter, Göttingen, Verden und die Abwasserbetriebe Weserbergland. Der Wasserverband Peine, der sich in 16 Kommunen um die Abwasserentsorgung kümmert, muss jährlich 3000 Tonnen Klärschlamm entsorgen. Und das wird immer schwieriger und teurer.

Neue Gesetze zum Schutz des Grundwassers

„Der Preis für die Klärschlammentsorgung ist explodiert“, sagt Ramdohr. „Vor drei Jahren haben die Abnehmer pro Tonne knapp 100 Euro verlangt, aktuell bis zu 300 Euro.“ Der Grund: Es gibt kaum noch Verwertungsmöglichkeiten für den Schlamm. Denn durch die aktuelle Düngegesetzgebung zum Schutz des Grundwassers ist das Ausbringen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen kaum noch möglich. Darüber hinaus verlangt der Gesetzgeber in der Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammversorgung, dass ab 2032 der im Klärschlamm enthaltene Phosphor zurückgewonnen wird.

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Von Anette Wulf-Dettmer und Friedrich-Wilhelm Schiller

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