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Nachrichten Bäderkonzept in Springe: Auch Schließungen sind denkbar
Region Springe Nachrichten Bäderkonzept in Springe: Auch Schließungen sind denkbar
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16:09 25.09.2019
Die Freibadsaison 2019 ist beendet – nun stehen die Bäder in Springe auf dem Prüfstand, was ihre Zukunftsfähigkeit angeht. Auch die Daten zum Bad in Bennigsen werden in der Studie erfasst, die die Stadt gerade erstellen lässt. Quelle: Foto
Springe

Sie waren da, in den drei Freibädern und im Hallenbad, sie haben die Technik in Augenschein genommen und sich die Zahlen genau angeschaut – nun kann das Beratungsunternehmen Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen – kurz GMF – aus Neuried bei München zur Tat schreiten. Das ist in diesem Fall die Vorbereitung eines Workshops, bei dem die Berater gemeinsam mit der Verwaltung festlegen möchten, wie die Bäderlandschaft der Deisterstadt in Zukunft aussehen muss, um den Wünschen der Badefans zu genügen.

Politik muss entscheiden

„Wir gehen an die Sache völlig ergebnisoffen heran“, stellt Fachbereichsleiterin Hanna Kahle klar. Heißt: Sollte man beim Workshop zu dem Schluss kommen, dass es sinnvoll sein könnte, ein Bad zu schließen, werde man das der Politik auch vorschlagen. Das hänge am Ende von den ebenfalls ermittelten Erwartungen der Nutzergruppe ab – und vom verfügbaren Angebot, und wie weit das diese Erwartungen erfüllen könne.

Erarbeitet werden soll der Maßnahmenplan, der an die Politik geht, während des Workshops, der am 22.  Oktober stattfindet. Ob die Vorschläge von Verwaltung und Bäder-Experten allerdings am Ende eins zu ein umgesetzt werden, liegt letztlich in den Händen der Politik.

Klar scheint aber zu sein, dass am Ende ohnehin etwas passieren muss. Zwar berichten sowohl das Hallenbad als auch die beiden Freibäder in Eldagsen und Bennigsen von verhältnismäßig guten Besucherzahlen. Überdies wurde in Eldagsen jüngst ein Kinderbecken eingeweiht. Allerdings ist das Waldbad in Altenhagen I ins Straucheln geraten.

Altenhagens Bad auf der Kippe?

Lang war unklar, ob das Bad in der diesjährigen Saison überhaupt werde öffnen können. Am Ende hat es doch noch geklappt, das ändert aber nichts an der Lage: „Das Problem ist die Betriebsgenehmigung.“ Dafür allerdings habe das Bad bereits „vorläufige Maßnahmen“ getroffen. Diese und auch deren Kosten würden bei der Untersuchung auch berücksichtigt. Am Ende solle es um die Zukunftsfähigkeit der Bäderlandschaft gehen, stellt Kahle noch einmal heraus. 

Auftakt der Konzepterstellung war Anfang Juli. 30 000 Euro soll das Konzept kosten – bezahlt wird es von der Stadt selbst, nachdem mehrere Versuche, Fördergelder für die Erstellung einzuwerben, scheiterten.

Von Ralf T. Mischer