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Region Springe Nachrichten Kulturkreis fordert Finanzspritze von der Stadt
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17:36 15.08.2019
Hinrich Bergmeier vom Kulturkreis in Springe möchte, dass die Stadt dem Verein für die Konzertreihe Geld zur Verfügung stellt. Quelle: Archiv
Springe

Ein Blick ins Programmheft zeigt, dass hier echte Stars der klassischen Musikszene auftreten: solche, die zwischen Berlin und New York eben mal eine Zwischenpause am Deister einlegen. Doch die Konzertreihe des Kulturkreises ist in Gefahr – betonen die ehrenamtlichen Veranstalter selbst. Unter anderem die steigende Saalmiete bedrohe die finanzielle Basis des Vereins.

Ausgerechnet für das Jubiläumsjahr – 2021 wird der Kulturkreis 50 Jahre alt – kündigen sich laut dem Vorsitzenden Hinrich Bergmeier dunkle Wolken an. Dann sei ihm nämlich seitens der Landesforsten eine deutliche Mieterhöhung für den Kaisersaal des Jagdschlosses angekündigt worden – im Kaisersaal finden die Konzerte statt. Diese Erhöhung würde den Verein an seine finanziellen Grenzen bringen – und vielleicht darüber hinaus, fürchtet der Vorsitzende.

„Miete ist eine schwere Last und kaum zu stemmen“

„Die Miete ist für uns schon jetzt eine schwere Last und kaum zu stemmen“, sagt Bergmeier, stellt zugleich aber klar, dass er den Landesforsten dabei keinen Vorwurf mache, immerhin sei das Forstamt auch wirtschaftlichen Zwängen unterworfen. Genau wie der Kulturkreis. Allerdings ärgert es Bergmeier schon, dass angesichts steigender Mietkosten die Qualität der gemieteten Räume nicht steige. Konkret moniert er, dass das Jagdschloss in Sachen Barrierefreiheit und Sanitäranlagen nicht mehr den üblichen Standards entspreche. „Der Kaisersaal ist zwar repräsentativ – aber klein. Für uns sind die Raumkosten pro verkauftem Stuhl entscheidend“, erläutert der Kulturkreis-Chef. Und bei steigenden Mietkosten sei das künftig nicht mehr abbildbar.

Deshalb nimmt Bergmeier nun die Stadt in die Pflicht: „Wir brauchen eine Grundförderung, um die Kosten abzudecken“, verlangt er. „Wir veranstalten eine Konzertserie auf absolut professionellem Niveau, das kostet Geld.“ Kosten, die durch die Einnahmen für die Konzertkarten längst nicht mehr gedeckt werden könnten. Für jedes Konzert eigens einen Förderantrag zu stellen, mag sich der Kulturkreischef indes auch nicht vorstellen wollen. Er denkt an eine Grundförderung, die die Mietkosten deckt.

Musiker verzichten auf Teile ihres Honorars

Während viele Musiker sogar auf Teile ihres Honorars verzichteten, weil sie die Konzerte des Kulturkreises schätzen und gern in Springe aufträten, fehle diese Wertschätzung seitens der Verantwortlichen der Politik ganz. „Aus der Stadt muss ein deutliches Signal kommen“, verlangt Bergmeier. Dabei denkt er – nicht nur – an Geld, das den Fortbestand der Konzertreihe und des Vereins sichern soll. „Es geht um ein klares Signal aus der Politik, dass ihr am Kulturkreis etwas liegt.“ Er würde sich etwa wünschen, dass Mitglieder des Kulturausschusses auch mal Kulturkreis-Konzerte besuchen.

Ein ausdrückliches Danke richtet der Kulturkreischef an die Adresse der St.-Andreas-Gemeinde, die ihren Gemeindesaal für Lesungen – kostenlos – zu Verfügung stellt. Als Konzert-Adresse eigne sich der Raum allerdings nicht, bilanziert er.

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