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Nachrichten 40-Jähriger wegen Drogenhandel verurteilt
Region Springe Nachrichten 40-Jähriger wegen Drogenhandel verurteilt
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19:59 14.08.2019
Der Mann gibt zwar zu, Drogen konsumiert zu haben, aber bestreitet den Verkauf. Quelle: dpa
Springe

Ein 40-Jähriger und sein Kumpel wollten im Sommer vergangenen Jahres auf einem Springer Grundstück in aller Ruhe Drogen konsumieren, als sie durch einen Polizeieinsatz aufgeschreckt wurden. Der 40-Jährige türmte und ließ Marihuana und Amphetamine zurück. Die Flucht misslang, die Polizei konnte ihn aber ergreifen. Gestern wurde der Mann wegen Dealens zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt und muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Die Verhandlung gegen seinen Kumpel war bereits im Mai. Der inzwischen wegen anderer Straftaten Inhaftierte muss weitere drei Monate im Gefängnis ansitzen (wir berichteten).

Der 40-Jährige gab unumwunden zu, mit dem Bekannten Drogen konsumiert zu haben. Er bestritt allerdings, dass er ihm etwas verkauft und damit einen Gewinn gemacht habe. „Jeder hat seins konsumiert“, sagte er. Weil aber dem Bekannten das Marihuana ausgegangen war, habe er ihm fünf Gramm für 50 Euro gegeben. Das sei der Preis, den er selbst auch bezahlt habe. „Wir kannten uns schon seit Jahren und hatten eine gute Beziehung“, berichtete er. Er habe nicht noch extra Geld an ihm verdienen wollen. Die Richterin blieb in ihrer Urteilsbegründung dennoch beim Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Schließlich sei ja Geld geflossen, erklärte sie.

Mann muss Drogentherapie nachweisen

Zudem muss der Mann nachweisen, dass er an einer Drogentherapie teilnimmt. Die nämlich hat der einschlägig verurteilte Mann schon bewilligt bekommen. Und berichtete vor Gericht, warum er zum Konsumenten, Dealer und überhaupt auf die schiefe Bahn geraten sei. Im Jahr 2005 sei er fast mit seinem Ingenieurstudium fertig gewesen, als er seine Freundin beim Fremdgehen erwischte. Das habe ihn komplett umgehauen. Nun aber wolle er sein Leben in den Griff bekommen, erklärte er. Dass ein anderes Verfahren gegen ihn gestern mit Blick auf den Drogendeal-Vorwurf eingestellt wurde, kam ihm da gerade recht und wurde auch von seinem Verteidiger ausdrücklich begrüßt. Der Hannoveraner war nämlich auch angeklagt, eine bulgarische ID-Karte eines anderen Drogenkonsumenten gestohlen und für seine Zwecke benutzt zu haben. Diese Karte sei wegen ihrer besonders scharfen Kante geeignet gewesen, um Amphetamine zu zerkleinern, erklärte der Anwalt.

Nach einem Drogengelage habe ein Mitkonsument die Karte aber vergessen, sein Mandant habe vergessen, die Karte zurückzugeben und habe sie einfach immer weiter als Hilfsmittel benutzt. Als Ausweisdokument habe er sie nie gebraucht. „Ich sehe dem Mann auf dem Foto ja auch gar nicht ähnlich.“

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Von Anne Brinkmann-Thies

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