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Region Springe Nachrichten Der Sommer war zu warm und zu trocken
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19:32 20.12.2018
Vertrocknet: Die Pflanzen am Kreisel an der Osttangente sehen nicht gesund aus. Ihnen fehlt das Wasser. Quelle: Ralf T. Mischer/Archiv
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Springe

Mit Aussagen zu möglichen Folgen des Klimawandels hält sich der heimische Wetterexperte Karl-Hermann Heinze stets bewusst zurück. Allerdings gibt er zu Protokoll, dass die Zahl der Wetterlagen, die als extrem einzustufen sind, erkennbar zunehmen. Und in diesem Jahr war es eben extrem trocken. Und ziemlich warm.

Das war es im Jahr 1959 in Springe allerdings auch. Der deutsche Rekordsommer ließ das Quecksilber sogar auf 35 Grad klettern. „Das war damals schon etwas Besonderes, sagt Heinze. In diesem Jahr allerdings kletterten die Temperaturmesser in der Kernstadt sogar dreimal auf 35 Grad im Schatten, „einmal sogar auf 37 Grad“. Heinzes Fazit: „Die Temperaturen sind extremer geworden.“

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Gar nicht so wenig Niederschläge

Seit 1956 wird in Springe auch die Niederschlagsmenge erfasst und dokumentiert. Und aktuell sprechen alle davon, dass 2018 ein unwahrscheinlich trockenes Jahr gewesen sei. Das kann Heinze nicht so ohne Weiteres bestätigen: Bis Ende des Jahres rechnet er mit einer Niederschlagsmenge um die 450 Millimeter, durchschnittlich fallen jährlich 793 Millimeter.

Zwar sei es im Sommer und Herbst durchaus trockener gewesen, „der Dezember hat geholfen, aufzuholen“, weiß Heinze, die Rekordtrockenheit aus dem Sommer 1959, in dem in Springe nur 387 Millimeter Regen verzeichnet sind, bleibt aber damit einmalig. Zumindest mit Blick auf die Zeit, in der in Springe das Wetter aufgezeichnet wird, und das passiert am Deister systematisch seit dem Jahr 1956.

Alexander Huhn aus Alvesrode misst ebenfalls die Wetterdaten, er greift dabei allerdings auf ein vollelektronisches System zurück, das es ermöglicht, die Daten stets aktuell im Internet einzustellen. Abrufbar sind sie unter www.wetteralvesrode.com

Von Ralf T. Mischer