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18:57 16.06.2019
Riesenente: Der Wagen des DRLG. : Jens Ackermann
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Klar – es ist enger hier, das Festzelt kleiner. „Aber gerade am Sonntag war es dafür auch brechend voll“, sagt Böttcher. Der Standort sei „klasse – besser geht es nicht“.

Und der Lärm? Nach Polizeiangaben ging auf der benachbarten Wache am Burghof weder in der Nacht zu Sonnabend noch in der Nacht zu Sonntag eine Lärmbeschwerde ein. Die Stadt hatte mit Blick auf die Vorschriften verfügt, dass am Freitag um 23 Uhr und am Sonnabend um Mitternacht Ruhe sein muss – heißt: Musik aus im Zelt. Und der Jagdklub? Hatte ein Messgerät dabei, „damit sind wir dann rumgelaufen“, sagt Böttcher. „Und wenn mal jemand zu laut war, haben wir etwas gesagt.“ Böttcher lobte zudem die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Diese habe ihm sehr geholfen, das Fest am neuen Ort ausrichten zu können.

Die Organisation, sie war durchaus aufwendig – im Vergleich zum alten Festplatz an der Harmsmühlenstraße, der bald mit einem Kindergarten überbaut wird, waren deutlich mehr Auflagen und Vorschriften zu beachten: „Das war natürlich schon hart.“

Neuer Ausrichter 2020

Im kommenden Jahr ist die Feuerwehr als Ausrichter des Festes dran. Hat Böttcher für sie einen Tipp? „Nein, sie waren ja auch hier und haben gesehen, was wir gemacht haben.“ Zumindest in Sachen Sicherheitskonzept, sagt der Jagdklub-Vorsitzende schmunzelnd, habe die Feuerwehr aber weniger Arbeit: „Da sind wir in Vorleistung gegangen.“

Lediglich zwei Bewerber meldeten sich mit humoristischen Beiträgen zum diesjährigen Heinerich-Wettbewerb, der im Rahmen des Festessens stattfand. Am Ende gab es Rock vom Feinsten – und einen durchaus kritischen Ortsbürgermeister.

„Simply The Best“ – mit Körpereinsatz, einem etwas zu kurz geratenen Lederkleid und viel Nebel aus der Nebelmaschine holte Michael Förster alias Tina Turner den Sieg. Der Auftritt gefiel dem Festpublikum so gut, dass es nach einer Zugabe verlangte: Diese kam prompt. Förster bewegte erneut die Lippen zu Turners Superhit, zupfte das Kleid zurecht, zeigte Bein und schwang die Hüfte. Er sei „eine heiße Maus“, bemerkte Böttcher im Anschluss an die energiegeladene Show.

Ruhigere Töne traf Karl-Heinz Friedrich, der ein selbst geschriebenes Gedicht präsentierte, in dem er die vergangenen zweieinhalb Jahre als Ortsbürgermeister Revue passieren ließ – durchaus kritisch. Wie etwa über die Göbelbirne: „Mit Sponsorgeld und auf die Schnelle, leuchtet die Göbelbirne helle. Obwohl – es gab auch manche Stimmen, die wollten, das sollt‘ nicht gelingen. Sie forschten viel und meinten dann, der Göbel war Betrügermann“, hieß es darin.

Viel Applaus für Vortrag

Nicht zu kurz kamen auch die Baustellen und die wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge: „Durch die Verlegung dieser Trasse [Fernwärmenetz, Anm. d. Red.] gibt’s auch gleich ne neue Straße. Und wer zahlt’s jetzt und Jahr für Jahr? Die Bürger – war euch das nicht klar? Denn im Rat fiel der Beschluss: Nur einmal zahlen, damit ist Schluss! ,Wiederkehrend’ heißt die Devise – ruckzuck sind auf dem Konto Miese“. Und es ging um Bauprojekte wie den neuen Rewe-Markt, die eingedampft wurden: „Dann kam der Plan, ne Sahneschnitte: ein Einkaufszentrum in der Mitte. [...] Doch – ihr habt es schon geahnt, das Bauamt kam und hat geplant [...] Ein Hick und Hack, ein Hin und Her, bis Othmer sagt: Ich will nicht mehr. Bis dahin kam, ich find’s fatal, vom Bürgermeister kein Signal!“ Auch dieser Vortrag wurde mit Applaus belohnt.

Im Anschluss wurde ordentlich aufgetischt – mit einer Hochzeitsuppe und einem reichhaltigen Büfett.

Von Christian Zett

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