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Nachrichten Radweg soll nach 20 Jahren endlich kommen
Region Springe Nachrichten Radweg soll nach 20 Jahren endlich kommen
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13:53 19.06.2019
Radler, die die Kreisstraße 214 benutzen, müssen zwischen Völksen und Eldagsen zurzeit auf der Straße fahren. Quelle: Archiv
Eldagsen/Völksen

Bis der erste Radfahrer die fünf Kilometer lange Strecke zurücklegen kann, werde noch viel Wasser die Haller hinunterfließen: Eine zweijährige Bauzeit sei deutlich realistischer als eine einjährige, teilte Gennat im Planungsausschuss seine Einschätzung mit. Bei Elke Thielmann-Dittert von den Grünen überwiegt dennoch die Freude, dass es in absehbarer Zeit losgeht. Über das Projekt werde seit mindestens 20 Jahren diskutiert, der Bau sei absolut notwendig. Ihre Bitte: Wer einen der Grundstückseigentümer kenne, die ein paar Meter seines Grund und Bodens für den Radweg verkaufen müssen, möge ihn ermutigen, das Verfahren nicht in die Länge zu ziehen.

Ortsrat favorisiert Kreisverkehr

Der Radweg soll vom Ortsausgang Völksen an der K 214 entlang zum Ortseingang Eldagsen führen. Weil es sich um eine Kreisstraße handelt, ist die Region Hannover zuständig. Der Ortsrat Völksen würde zum Start an der Südfeldstraße statt der geplanten Verkehrsinsel gerne einen Kreisel sehen. Diese Bitte soll zeitnah untersucht werden, hieß es im Planungsausschuss.

„In jedem Fall bekommen wir die seit Jahren geforderte Verkehrsbremse“, begrüßte der Ausschussvorsitzende Friedrich Mattiszik (CDU). „Und jede Regelung ist besser als die jetzige“, bemerkte FDP-Mann Klaus Nagel. Bei Tempo 70 seien die Radfahrer am Fahrbahnrand wirklich nicht geschützt.

Für Gennat bleibt eine offene Frage, wie viele Radfahrer ihre Strecke über einen Schleichweg auf dem Paulmann-Gelände abkürzen werden. Mehrere Ausschussmitglieder halten das beim morgendlichen Dienstbeginn bei dem Leuchtenhersteller für problematisch, weil dann die Mitarbeiter in Scharen vom Bahnhof zum Quezinger Feld gehen.

AfD-Mann Arnd Bachmann stellte vorsichtig die geplante Gesamtroute des Radwegs infrage. Von Völksen nach Eldagsen gelangt man auch über Mittelrode, „die Strecke ist ruhiger und besser, weil man zentral in Eldagsen ankommt“. Auf einem Teil des Weges müsse kein eigener Radweg errichtet werden, „weshalb das auch die ökonomischere Lösung wäre“.

Gennat lehnte ab. Die Strecke sei zwar schön, aber nicht die schnellste Verbindung, „und bei einem Alltagsradweg, um den es sich hier handelt, wird immer der gerade Weg bevorzugt“. Der Ausschuss stellte sich einstimmig hinter das Projekt. 

Von Marita Scheffler