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Nachrichten Polizei setzt Standortsuche aus: Wird altes Gebäude doch saniert?
Region Springe Nachrichten Polizei setzt Standortsuche aus: Wird altes Gebäude doch saniert?
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19:54 26.03.2019
Das alte Polizeigebäude auf dem Burghof  ist stark sanierungsbedürftig.
Das alte Polizeigebäude auf dem Burghof ist stark sanierungsbedürftig. Quelle: Saskia Helmbrecht
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Springe

Die Standortsuche für ein neues Polizeigebäude in Springe wurde ausgesetzt. Ursprünglich hatte das Kommissariat geplant, in das ehemalige Sparkassen-Hochhaus an der Bahnhofstraße zu ziehen. Diese Option hat sich laut Behördensprecher Philipp Hasse nun zerschlagen.

Sanierung ist wieder Thema

Die Polizei hatte in den vergangenen Monaten mehrere Gespräche mit Investor Stefan Rehse geführt, bestätigt Kommissariatsleiter Christian Krone. Bei der Polizeidirektion soll die Möglichkeit aber ausgeschlossen worden sein. Die Polizei sei nun wieder im Gespräch mit der Stadt Springe als Vermieter, sagt Hasse. Dabei soll eine mögliche Sanierung des jetzigen Standortes auf dem Burghof erneut diskutiert werden. Auch wenn das Erkundungsverfahren „derzeit ausgesetzt“ ist, könne die Standortsuche aber bei Bedarf wieder aufgenommen werden. Der Fokus, so Hasse, liegt derzeit aber auf den Gesprächen mit der Stadt.

Erkundungsverfahren ist derzeit ausgesetzt

Ursprünglich wollte die Stadt sogar für 400 000 Euro die Räume sanieren und das Geld durch eine Mieterhöhung langfristig wieder reinholen. Doch das Land forderte umfangreichere Investitionen in den Standort, wenn es den höheren Mietzins und die lange Vertragsdauer akzeptieren solle.

Umbau des Polizeikommissariats soll nochmals überplant werden

Die Stadt musste Ende 2017 daher den angestrebten Umbau des Polizeikommissariats noch einmal überplanen. Wegen der laufenden Gespräche war das Geld erst mal aus dem Haushalt gestrichen worden – und damit war auch die Sanierung verschoben. Ziel war es, die Wache sicherer und moderner zu gestalten. „Wir haben nicht die besten Voraussetzungen in dem Gebäude, man kann schon sagen, dass es zum Teil für die Kollegen grenzwertig ist“, sagt Krone. Zum einen sei die Wache nicht barrierefrei erreichbar. Zum anderen könnten durch die Fenster sowohl die Polizisten als auch deren Gesprächspartner beobachtet werden. Immerhin würden auch mal Zeugen oder Täter in Springe vorgeladen. „Außerdem entspricht das Gebäude nicht den Sicherheitsstandards.“ Mit dem Start der Standortsuche hätten alle Beteiligten den Handlungsbedarf erkannt.

Stadt in Gesprächen mit der Polizeidirektion

Die Stadt bestätigt die laufenden Gespräche mit der Polizeidirektion. Der Planer, der bereits vor zwei Jahren bei einem möglichen Umbau beteiligt war, soll das Projekt jetzt wieder in Angriff nehmen, sagt Bau-Chef Jörg Klostermann.

Mit Beteiligung einiger Externer, etwa wenn es um das Thema Brandschutz geht, soll nun geklärt werden, welche Voraussetzungen im Gebäude erfüllt werden müssen und wie viel Geld dafür investiert werden muss. „Wir müssen da auch wirtschaftlich handeln“, betont Klostermann. Wann die Ergebnisse jedoch vorliegen werden, ist noch offen.

Die Stadt hatte sich zuletzt immer wieder dafür eingesetzt, dass die Polizei auf dem Burghof bleibt.

Von Saskia Helmbrecht