Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Leibniz-Uni soll bei Hochhaus-Umbau beraten
Region Springe Nachrichten Leibniz-Uni soll bei Hochhaus-Umbau beraten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 30.04.2019
Seminar in Springe: Die Studenten machen sich mit ihrem Dozenten, Professor Alexander Furche (rechts), ein Bild von dem Hochhaus.Sie sollen Ideen für eine neue Nutzung des Gebäudes entwickeln.  Quelle: : Ralf T. Mischer
Springe

Die Pläne für den Umbau des ehemaligen Sparkassen-Komplexes an der Bahnhofstraße werden konkreter. Unter anderem soll auch eine Apotheke in das Gebäude einziehen; außerdem ist eine Solarfassade im Gespräch. Investor Stefan Rehse hofft, viele der geplanten Arbeiten noch in diesem Jahr erledigen zu können. Das Haus selbst ist inzwischen sogar Thema an der Universität.

Für das Masterstudium bietet Professor Alexander Furche vom Institut für Entwerfen und Konstruieren der Leibniz-Universität Hannover ein Seminar an, bei dem sich Studenten mit der Frage beschäftigen sollen, wie das Haus am besten genutzt werden könnte.

„Wir möchten ein paar Ideen entwickeln“, sagt der Architektur-Professor. Ihn und seine Studenten reizt vor allen Dingen „die Einfachheit der Strukturen, das Gebäude ist geordnet und übersichtlich“. Diese Strukturen sollen die Studenten nun „mit neuem Leben ausstatten“, dabei hofft der Professor, eine „Lösung mit Vorzeigecharakter“ für ähnliche Gebäude zu entwickeln.

Rehse selbst hat große Sympathien für das gemeinsame Projekt – den Kontakt hatte Springes Bau-Chef Jörg Klostermann vermittelt. „Wenn da interessante Ideen bei herauskommen, kann man vielleicht an der einen oder anderen Stelle nachjustieren“, sagt der Investor.

Kommen Solarpanele an die Fassade des Sparkassen-Hochhauses?

Grundsätzlich laufen die Planungen und die ersten Arbeiten aber weiter: Bis Juni will Rehse mit der Entrümpelung aller Hochhausetagen und der Entfernung der alten Zwischenwände fertig sein. Für die Erneuerung der Fassade wartet der Pyrmonter auf die Baugenehmigung von der Stadt: „Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen weiterkommen.“ Gleichzeitig lässt Rehse ein umfangreiches Energiekonzept erarbeiten. Ziel: das Gebäude durch Dämmung und neue Technik möglichst verbrauchsneutral zu gestalten. Eine Option, die noch näher verfolgt werden soll: Solarpanele an der Fassade.

Stadtbibliothek könnte in Komplex einziehen

Durch die neueren Entwicklungen, etwa den möglichen Einzug der benachbarten Stadtbibliothek – laut Rehse soll sie im Hochparterre des Sparkassen-Altbaus neben dem Hochhaus angesiedelt werden – sind weitere Planänderungen nötig. Im Bereich der alten Schalterhalle soll wie berichtet das städtische Familienzentrum entstehen. Das geplante – und von der Region geförderte – Gesundheitshaus samt Arztpraxen soll durch eine Apotheke ergänzt werden.

Mietwohnungen in oberen Geschossen geplant

Im Hochhaus selbst plant Rehse neben den Praxisräumen auch Mietwohnungen in den oberen Geschossen. Außerdem kommt die Etage unterm Dach als buchbare Veranstaltungsfläche mit Weitblick über die Stadt infrage.

Von Ralf T. Mischer und Christian Zett