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Nachrichten Haushaltsentwurf sieht 20 Millionen Euro für Rathausneubau vor
Region Springe Nachrichten Haushaltsentwurf sieht 20 Millionen Euro für Rathausneubau vor
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17:44 25.10.2019
Das Gelände rund um das aktuelle Rathaus und den Burghof soll komplett neu gestaltet werden. Quelle: Juliet Ackermann
Springe

Der Rathausneubau wird gut 20 Millionen Euro kosten: Im Haushaltsplanentwurf 2020 tauchen erstmals konkrete Zahlen für das Bauprojekt auf. Demnach sollen im kommenden Jahr 2,4 Millionen Euro investiert werden, in den Jahren 2021 bis 2023 folgen Ausgaben zwischen 2,7 und 7,5 Millionen Euro. Der Architektenwettbewerb hat bereits knapp 460 000 Euro verschlungen.

Zeiten für Großprojekte sind gut

Die Zeiten für Großprojekte wie dieses seien sehr gut, sagte Bürgermeister Christian Springfeld bei der Vorstellung des neuen Etatplans. „Was wir hier gemeinsam in Angriff nehmen, ist historisch für Springe.“ Als konkrete Beispiele nannte er den Neubau der Grundschule Bennigsen (Gesamtkosten 16 Millionen Euro), die Erweiterung der IGS (17 Millionen), sowie die neuen Feuerwehrhäuser in Altenhagen I und (1,4 Millionen) und Eldagsen (3 Millionen). Auf der Liste ständen außerdem das marode OHG, die Grundschule am Ebersberg sowie neue Feuerwehrhäuser in Alferde und Völksen. Und auch die Feuerwehr Springe habe „Neubaubedarf“. Die neue Kita Harmsmühlenstraße soll dagegen nicht von der Stadt gebaut, sondern nur angemietet werden.

Finanzexperten rechenen mit steigender Gewerbesteuer

Die Finanzexperten im Rathaus rechnen damit, dass die Gewerbesteuer von 6,5 Millionen Euro in diesem Jahr auf 7 Millionen steigt. Im Jahr 2021 sollen es sogar noch 100 000 Euro mehr sein. Die schlechten bundesweiten Wirtschaftsprognosen gälten nicht für Springe, sagt Fachbereichsleiter Clemens Gebauer zu dem ihm aktuell vorliegenden Schätzungen. Auch der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer solle von jetzt 13,97 Millionen Euro auf Einnahmen über 14,35 Millionen Euro steigen. Dazu kommt: „Die historisch günstige Refinanzierung sollte uns ein Stück weit die Sorge um die Finanzierung der anstehenden Investitionen nehmen“, so Springfeld. Andererseits rolle eine gewaltige Welle von Werteverlusten auf die Stadt zu. Deshalb werde es mittelfristig nicht ohne Steuererhöhungen gehen. Mit gut einer Million Euro ist die Stadt noch im Minus, vor genau einem Jahr waren es beim damaligen Haushalt 3,2 Millionen Euro – eine Finanzlücke, die sogar noch geschlossen werden konnte.

Das ist die Regionsumlage

21 Kommunen gegen die Region Hannover: Bürgermeister Christian Springfeld hofft, dass sich der Streit um die Höhe der Regionsumlage außergerichtlich lösen lässt. „Es gibt aktuell deutliche Signale eines Einlenkens der Region“, teilte er am Donnerstagabend dem Stadtrat mit. Die Region fordert von Springe 14,1 Millionen Euro. Aktuell eingeplant im Haushalt sind nur 13,4 Millionen. Springfelds Hoffnung ist sogar, dass sich der Wert unter die 13-Millionen-Marke drücken lässt.

Von Marita Schefflerund Saskia Helmbrecht