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Region Springe Nachrichten Eine der ältesten Ecken des Wisentgeheges verschwindet
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19:54 22.03.2016
Vom alten Raubtierbereich steht mittlerweile nur noch ein kleiner Teil. Forstarbeiter haben beim Abriss gehol-fen. Zett
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Anna-Greta ist schwerhörig und fast blind. „Ihre überwiegende Tätigkeit ist schlafen“, berichtet Gehegeleiter Thomas Hennig über die Vielfraß-Greisin. Ihren Partner Karelem mussten die Tierpfleger im vorigen Jahr einschläfern. Und auch Anna-Gretas Tage dürften gezählt sein: Sie ist bereits 19 Jahre, „und damit deutlich älter, als ein Vielfraß eigentlich wird“. Die durchschnittliche Lebenserwartung endet bei 14 bis 15 Jahren.

Anna-Gretas Nachbarn waren früher Stein- und Baummarder, Waschbären und Wildkatzen. Die beiden Letztgenannten haben in den vergangenen Jahren neue Gehege erhalten. Marder gibt es seit Längerem nicht mehr im Park.

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„Die Anlage sah mittlerweile schäbig aus“, sagt Hennig über die Ecke. Die Häuschen standen bereits, als sein Vater Joachim 1972 nach Springe kam. Außer dem Alter fiel jetzt ins Gewicht: „Zu viel Leerstand ergibt ein völlig unschönes Bild.“ Beim Abriss halfen Waldarbeiter vom Forstamt Saupark.

Wenn Anna-Greta das Zeitliche gesegnet hat, verschwinden auch die letzten Wände. Im nächsten Arbeitsschritt soll dann der wenige Meter entfernte Werkstattbereich zwischen dem Luchs- und Przewalski-Pferde-Bereich abgerissen werden. Hennig: „Dann wird eine richtig große Fläche frei.“

Entstehen könnte dort eine neue, großzügige Anlage für die Vielfraße. Auch Stein- und Baummarder soll es langfristig wieder im Tierpark geben: Für die Steinmarder hätte Hennig gerne eine Bauernhof-WG in der Nähe des Eingangs. Weitere Mitbewohner könnten Schleiereulen und Mäuse sein.

Vielfraß-Oma Anna-Greta ist nicht nur wegen ihres Alters ein Beweis dafür, wie gut die Arbeit des Wisentgeheges ist. Sie sorgte auch dafür, dass in Springe eines der wenigen Vielfraß-Babys in einem deutschen Zoo oder Tierpark geboren wurde. Die Tiere sind bei der Familienplanung ausgesprochen wählerisch, weshalb sie ins Europäische Erhaltungszuchtprogramm aufgenommen worden sind.

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21.03.2016