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19:29 15.02.2019
Ganz oben: Tim Welliehausen und Daniel Zimmermann sind auf das Gerüst am Kirchturm geklettert, um die neue Verkleidung zu begutachten. Quelle: Ralf T. Mischer
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Der mehrere Hundert Jahre alte Kirchturm der St.-Andreas-Kirche ist seit drei Wochen von einem Baugerüst umgeben. Teile des kupfernen Daches müssen neu eingedeckt werden. Im Januar vergangenen Jahres hatte Orkantief „Friederike“ Teile des Daches vom Turm gefegt, der Kirchplatz musste sogar mehrere Tage lang gesperrt werden. Die akute Gefahr, dass Kupferbleche von der Kirche herunterwehen und Passanten treffen, ist mittlerweile zwar beseitigt. Defekt ist das Dach trotzdem noch. Das soll sich aber nächste Woche ändern.

Der Ausblick vom 26 Meter hohen Baugerüst auf die Stadt ist atemberaubend. Kirchenvorstand Tim Welliehausen zeigt mit der Hand auf das neue Kupferblech, das nun noch mit dem bisherigen Blech zusammengefügt werden muss. Auch die Blitzableiteranlage hatte der Sturm in Mitleidenschaft gezogen. Diese Lücke, die der Sturm geschlagen hat, solle ebenfalls nächste Woche geflickt werden, sagt Welliehausen. Rund 24 Quadratmeter der Dachfläche sind bereits erneuert, verwendet wurde ein Kupferblech, das durch einen chemischen Prozess bereits eine künstliche grüne Patina erhalten hat.

Die ist allerdings etwas heller als der alte Teil der Turmverkleidung, weshalb sich der renovierte Abschnitt aufgrund des farblichen Unterschiedes auch vom Boden aus identifizieren lässt.

Den Schaden für die Reparatur des Daches zahle die Versicherung der Gemeinde, sagt Pastor Klaus Fröhlich. Sturmtief „Friederike“ hatte im gesamten Stadtgebiet etliche Schäden angerichtet. Am Bahnhof etwa ging das Oberteil des Fahrstuhls zu Bruch, und im Wisentgehege wurde das Wolfsgehege zerstört.

Dass es bis zur endgültigen Reparatur des Kirchturmes verhältnismäßig lange gedauert hat, liegt laut Pastor Fröhlich daran, dass nicht jedes Unternehmen derlei Kupferdachreparaturen vornehmen kann.

In der Gemeinde stehen allerdings noch weitere Arbeiten an: Unter anderem sind Renovierungsarbeiten im Kellergeschoss des Gemeindehauses geplant – die Arbeiten sind offenbar bereits ausgeschrieben. Es könnte also noch in diesem Jahr losgehen.

Von Ralf T. Mischer

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