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Nachrichten Baugebiet Deisterkessel ist wieder im Gespräch
Region Springe Nachrichten Baugebiet Deisterkessel ist wieder im Gespräch
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19:02 21.09.2018
Stein für Stein zum Eigenheim: Die Nachfrage nach Bauplätzen ist vor allem in der Kernstadt groß. Quelle: Marita Scheffler
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Springe

Die von der Politik geforderte Übersicht über mögliche Bauflächen ist fertig. Entstanden ist eine Karte mit zahlreichen möglichen Gebieten, die die Flächen in Grün, Gelb und Rot einteilt – und damit die Machbarkeit aufzeigt. Diese bleibt aber unter Verschluss, weil es sich laut Verwaltung um vertrauliche Daten handelt.

„Wir haben in viel Kleinarbeit das Stadtgebiet untersucht, was viel Zeit gekostet hat“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld (FDP). An der Erhebung beteiligt waren demnach der Fachdienst Umwelt, die Stadtplaner, aber auch die Stadtentwässerung oder der Tiefbau. „Das war ein Riesenaufwand, jetzt liegt das Ergebnis aber im Detail vor“, betont Springfeld. Bei den in grün gekennzeichneten Flächen spreche aus Sicht der Verwaltung wenig dagegen, dort zu bauen – Bauplanungen auf den rot markierten Feldern seien umgekehrt kaum zu realisieren, etwa weil es sich um Naturschutzgebiete handelt oder die Fläche zu dicht an der Bahnschiene liegt.

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Grundstücksverkauf ist problematisch – Preise irritieren

Problematisch sei vor allem der Grundstücksverkauf. Soll die fertig erschlossene Quadratmeterfläche für 120 Euro pro Quadratmeter verkauft werden, könnten dem Landwirt für seinen Acker etwa 40 Euro angeboten werden, das liege an den hohen Erschließungskosten – und das sorge bei vielen Eigentümern für Irritationen. „Wir haben festgestellt, dass es schon viele Alternativen gibt, das heißt, dass wir uns nicht von privaten Eigentümern erpressen lassen“, so Springfeld.

Im Fokus stünden die Orte, die etwa einen Bahnhof haben, also Springe, Völksen und Bennigsen. Während in Eldagsen die Niedersächsische Landgesellschaft fürs Baugebiet an der Klosterstraße die Vermarktung übernommen hat, sei das in den anderen Orten nicht passiert.

„Deisterkessel ist eine Top-Wohnlage“

Auch wenn es mehrere aussichtsreiche Lösungen gebe – am Ende liege es an den Preisen. Wegen des Datenschutzes zugunsten der Eigentümer wird das Thema derzeit nicht öffentlich behandelt. Mit schnellen Beschlüssen rechnet Springfeld nicht. Er sei klarer Befürworter einer Bebauung des Deisterkessels. „Das ist eine Top-Wohnlage und niemand muss Angst haben, dass wir den ganzen Deisterkessel zubauen.“ Seit Jahren ist das Gebiet nördlich der Straße Hamannsbruch in der Diskussion. 2010 hatte sich eine Bürgerinitiative mit Tafel-Chef Uwe Lampe gegen die Bebauung gegründet. 2011 wurde das Projekt auf Eis gelegt.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, jetzt bin ich gespannt, wo die politische Debatte hingeht, ich bin bereit, der Ball liegt im Spielfeld der Politik.“ Mehrere Möglichkeiten seien im Gespräch, neben Deisterkessel auch eine Fläche bei der IGS oder eine Erweiterung des Großen Grabens.

Die Übersicht sei eigentlich Teil eines Stadtentwicklungskonzeptes, für das sich Springfeld immer wieder einsetzte. Jetzt gehe die Verwaltung einen umständlicheren Weg. „Das sind komische halbe Sachen, einen Teil zu machen, aber eben nicht ganz.“

Von Saskia Helmbrecht