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Region Springe Nachrichten Die CDU will sich für BBS-Standort Springe starkmachen
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12:44 18.06.2019
Schulleiter Michael Krampe plant aktuell den Neubau der neuen BBS-Sporthalle.     Quelle: foto:
Springe

Gleich drei Anliegen wird CDU-Regionsfraktionschef Bernward Schlossarek aus Springe in die Landeshauptstadt mitnehmen – und hat schon einmal vorab versprochen: „Die BBS wird in Springe bleiben.“

Vor dem Hintergrund einer Neuordnung der Berufsschullandschaft in der Region Hannover und der Diskussion um mögliche Zusammenlegungen in der Landeshauptstadt hat sich die CDU-Fraktion deutlich für die Umlandstandorte in Springe, Burgdorf und Neustadt ausgesprochen. „Es kann nicht sein, dass sich Ausbildung auf Hannover konzentriert, das ist nicht Sinn der Region, und wir werden alles tun, dass in Springe alles so bleiben wird“, kündigte Schlossarek an. Anders als an vielen anderen kaufmännischen Schulen würden die Schülerzahlen in Springe jedes Jahr weiter steigen – auf aktuell 2750. „Wir haben die Befürchtung, dass daher andere Schulen in Hannover versuchen, Schüler und Bildungszweige abzugreifen“, machte Schulleiter Michael Krampe deutlich.

Neubau der Dreifach-Sporthalle der BBS

Als zweites Thema hat Krampe der CDU den 5,4 Millionen Euro teuren Neubau der BBS-Sporthalle mit auf den Weg gegeben. In einem Jahr soll der Abriss der alten Halle an der Harmsmühlenstraße beginnen – am selben Standort will die Region das Gebäude als Dreifach-Halle neu errichten. Derzeit ist Krampe alle zwei Wochen mit der Region und den Architekten im Gespräch. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir die Planungen so abschließen könnten.“ Der Schulvorstand habe seine Wünsche einbringen können. Bürgermeister Christian Springfeld habe Krampe in einem Gespräch versichert, bei den Vorbereitungen „auf die Tube drücken zu wollen“ – das Gelände gehört der Stadt.

Und dann war da noch das Personalproblem: Wie berichtet, fehlt der Schule seit Februar ein IT-Administrator, der sich um die Technik der Einrichtung kümmert. Aufgrund einer Neuordnung der Stellen hatte die Region dem Mitarbeiter einen neuen Vertrag angeboten – allerdings mit weniger Gehalt.

IT-Experte weiterhin gesucht

Der IT-Experte lehnte ab und befindet sich nun in einem Arbeitsgerichtsprozess gegen die Region. Ein Fachinformatiker, der als Ersatz geschickt worden war, könne aber zahlreiche Anforderungen nicht erfüllen. „Das heißt, wir beten hier jeden Tag, dass nichts passiert“, so Schulleiter Krampe. Durch die höheren Gehälter würde dann Hannover auch noch Fachkräfte abwerben. „Diese Personalpolitik verstehe ich nicht, das macht mich sprachlos“, so Schlossarek. Zum einen stelle die Region einen neuen Medienentwicklungsplan auf, sei aber nicht in der Lage, die Administratoren vernünftig zu bezahlen, kritisierte Krampe. „Wer werden der Sache nachgehen“, sagte Schlossarek.

BBS plant neue Teilzeitausbildung im Bereich Sozialassistenz

Neue Wege will die BBS bei der Sozialassistenz gehen und eine Teilzeitausbildung anbieten. Ziel sei, dass die Schüler während ihrer Ausbildung Geld bekommen. So solle unter anderem der Fachkräftemangel bei Erziehern ausgebremst werden. Neuerungen gibt es außerdem bei der Sprachförderung: Das Sprach- und Integrationsprojekt Sprint läuft aus. Weil aber einige Flüchtlinge noch nicht so weit sind, in die Berufseinstiegsklasse zu wechseln, wird es dafür eine Qualifikationsklasse geben – diese Vorgriffsregelung hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne auf den Weg gebracht, um einen Übergang zu ermöglichen. Drei Tage in der Woche arbeiten die jungen Erwachsenen in einem potenziellen Ausbildungsbetrieb, an den zwei anderen Tagen lernen sie Deutsch und Mathe.

Von Saskia Helmbrecht