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Nachrichten Schulneubau Bennigsen: Die Aula ist schon verschwunden
Region Springe Nachrichten Schulneubau Bennigsen: Die Aula ist schon verschwunden
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19:31 24.01.2019
Marko Schrader vom Architekturbüro (Zweiter v. l.) berichtet Hochbaumitarbeiter Eugen Bott (v. l.), Ortsbürgermeister Jörg Niemetz, Bürgermeister Christian Springfeld und Bauchef Jörg Klostermann vom Baufortschritt.
Marko Schrader vom Architekturbüro (Zweiter v. l.) berichtet Hochbaumitarbeiter Eugen Bott (v. l.), Ortsbürgermeister Jörg Niemetz, Bürgermeister Christian Springfeld und Bauchef Jörg Klostermann vom Baufortschritt. Quelle: foto: Saskia Helmbrecht
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Bennigsen

Die Abbrucharbeiten an der Grundschule Bennigsen sind gestartet und die ersten Wände gefallen. Noch fehlt aber die Baugenehmigung für den Rohbau.

Nach und nach soll der marode Anbau, der das Backsteinhaus mit der Sporthalle verbindet, verschwinden. Auch der Alttrakt der Peter-Härtling-Schule soll abgerissen werden. Von der ehemaligen Aula ist bereits nichts mehr zu sehen. Jetzt haben sich Bürgermeister Christian Springfeld und Bauchef Jörg Klostermann selbst ein Bild von der Baustelle gemacht. Etwa fünf Wochen sind für die Abbrucharbeiten angesetzt, sagt Marko Schrader vom Architekturbüro Haslob Kruse und Partner, der den Bau vor Ort überwacht. Zahlreiche Möbel wurden in den vergangenen Wochen ausgeräumt, Heizungen und Leitungen demontiert, Fußböden und abgehängte Decken entsorgt, berichtet Schrader.

Arbeiten mit Atemschutz und Schutzkleidung

Bei der Schadstoffsanierung stellten die Bauarbeiter dann aber fest, dass das Gebäude asbesthaltige Baustoffe enthält. Als die Schule gebaut wurde, seien das gängige Baumaterialien gewesen, so Klostermann. Jetzt ist das aber verboten: Nur unter Atemschutz und Schutzkleidung konnten die Mitarbeiter vor Ort weiterarbeiten. „Das kostet Zeit.“ Eine Gefahr für Schüler habe aber nicht bestanden. Erst wenn Wände aufgestemmt werden oder man mit dem Material auf der Baustelle arbeitet, bestehe eine Gefahr, erklärt Klostermann.

Auflagen für den Brandschutz

Nun sollen die Rohbauarbeiten ausgeschrieben werden. Das Problem: Noch hat der Stadt keine gültige Baugenehmigung erhalten. Grund seien Auflagen der Region für den Brandschutz. Die Genehmigung liege derzeit auch noch bei der Region zur Prüfung. „Wir warten täglich auf eine Antwort“, sagt Bürgermeister Springfeld. „Auch wenn wir bei uns in der Stadt versuchen, Projekte zu priorisieren, sind wir auch von anderen Behörden abhängig. Ich glaube, die Region ist so schnell wie es geht an dem Thema dran.“

Geplant ist laut Schrader, dass der Neubau im Sommer 2020 fertig sein soll. Ob das eingehalten werden kann, liege jetzt vor allem an der noch fehlenden Baugenehmigung.

Derzeit werden die Schüler in Mobilbauten am Sportplatz unterrichtet. In den 70 Containern sollen die Erst- bis Viertklässler die kommenden Monate überbrücken. Rund 12 Millionen Euro sind für die Grundschule angesetzt, 700 000 Euro sind allein für das Mieten der Container zu Buche geschlagen. Ob es bei den geschätzten Kosten bleibt, müssten erst die Ausschreibungsergebnisse zeigen. „Die Herausforderung ist es ja derzeit auch, eine Firma zu finden.“

Schüler haben sich mit Mobilbauten angefreundet

Die Schüler, sagt Bennigsens Ortsbürgermeister Jörg Niemetz, hätten sich mit den Mobilbauten mittlerweile angefreundet: „Die Kinder sind soweit zufrieden, die Schüler und Lehrer haben sich gut eingelebt.“ In den vergangenen Wochen wurde etwa an der Beleuchtung und der Ausstattung nachgebessert.

Dass die Arbeiten jetzt gestartet sind, sei ein wichtiges Signal, so Springfeld. „Meist dauert die Ausführung kürzer als die Planung.“ Aufgrund der detaillierten Planung könne der Eindruck entstehen, dass sich die Arbeiten hingezogen hätten. „Das ist aber ein Riesenprojekt, das geht nicht von heute auf morgen“, betont Springfeld.Während der Sitzung des Bauausschusses soll die Politik über den Fortschritt der Arbeiten informiert werden.

Das Gremium tagt am Dienstag, 29. Januar, um 18 Uhr in der Grundschule Hinter der Burg.

Von Saskia Helmbrecht