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Region Sehnde Nachrichten Volksbank schließt Geschäftsstelle in Höver
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00:15 02.03.2017
Von Patricia Oswald-Kipper
Die Geschäftsstelle der Volksbank in Höver ist nicht mehr rentabel und wird daher geschlossen. Quelle: P. Oswald-Kipper
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Höver

Ortsbürgermeister Christoph Schemschat hat vom Vorstandsvorsitzenden Henning Deneke-Jöhrens aus erster Hand vom Rückzug der Volksbank aus Höver erfahren. "Die Nachricht war schon ein Schock. Denn damit würde es im Ort keine Möglichkeit der Bargeldversorgung mehr geben", sagt Schemschat.

Seiner Information nach soll die Geschäftsstelle an der Brunnenstraße zum nächstmöglichen Zeitpunkt ihre Türen für immer schließen. Die Bank begründe ihre Strategie mit dem boomenden Online-Banking-Geschäft. Die seit mehr als 15 Jahren in Höver befindliche Geschäftsstelle sei dadurch weniger frequentiert. Die Unterhaltung lohne sich betriebswirtschaftlich nicht mehr, erfuhr Schemschat vom Vorstandsvorsitzenden Henning Deneke-Jöhrens. Details, etwa ob der Geldautomat doch zu halten ist, weiß der Ortsbürgermeister noch nicht.

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Vom Vorstand der Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen wollte sich gestern niemand auf Nachfrage zu dem Thema äußern. "Kein Kommentar", hieß es von Pressesprecherin Ina Suray auf die Frage, ob noch weitere Volksbank-Geschäftsstellen von Schließungen betroffen sind. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Pressekonferenz am Freitag in Hildesheim. Dort will die Volksbank ihre Bilanzen präsentieren und über alle Änderungen umfassend informieren.

Einige Höveraner haben aus dem regelmäßigen Infobrief des Ortsbürgermeisters bereits am vergangenen Wochenende von der Schließung erfahren. "Es gab bereits einige Nachfragen - etwa ob wenigstens der Kontoauszugsdrucker und der Geldautomat bleiben", sagt Schemschat. Geldautomaten gibt es ansonsten nur in den benachbarten Ortschaften wie Ilten und Ahlten. Für Ältere sieht Schemschat da schon ein Problem.

Der Ortsbürgermeister will zusammen mit den anderen Ortsratspolitikern nun nach einer Lösung für Höver suchen. Ziel sei es, weiter zumindest eine Bargeldversorgung durch einen EC-Automaten im Ort zu bieten. "Es gibt da schon verschiedene Ideen", sagt Schemschat. Zunächst werde man aber dazu mit der Volksbank sprechen.

Infobrief sorgt für bessere Kommunikation im Ort

Der seit einem knappen halben Jahr amtierende Ortsbürgermeister Christoph Schemschat will die rund 1800 Höveraner besser über aktuelle Themen, die den Ort betreffen, informieren. Dazu schickt er seit Ende 2016 regelmäßig Info-Briefe an diejenigen, die sich bei ihm registrieren ließen - bisher schon drei. Bei den Höveranern kommt die neue Kommunikationsform gut an. Der Stamm von 50 Adressaten ist mittlerweile auf 120 angewachsen. Für Schemschat war es schon vor der Wahl ein Anliegen, die Bürger häufiger zu informieren, als es der Turnus der Ortsratssitzungen vorgibt: "Für mich ist es selbstverständlich, dass die Bürger regelmäßig über Neuigkeiten und Aktivitäten des Ortsrates informiert werden", sagt er. Wer den Infobrief regelmäßig erhalten will, kann sich bei Christoph Schemschat unter der E-Mail c.schemschat@htp-tel.de registrieren lassen.