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15:42 16.08.2019
Wirtschaftswissenschaftlerin Barbara Liebermeister spricht beim 16. Unternehmensfrühstück der Stadt Sehnde über Führung im digitalen Zeitalter. Quelle: Konstantin Klenke
Sehnde

Nach gut einem Drittel ihres Vortrags beim Sehnder Unternehmensfrühstück zeigte Wirtschaftswissenschaftlerin Barbara Liebermeister ein Video. Darin waren viele Zahlen über den Menschen zu sehen. Wie viele Muskeln hat er, wie häufig atmet er am Tag, wie oft schlägt sein Herz? Wirtschaftswissenschaftlerin Liebermeister widmete sich in ihrem Vortrag dem Thema Führungskultur im Zeitalter der Digitalisierung – und stellte, verbunden mit jenem Video, eine These auf: Der Mensch sei in den letzten 200.000 Jahren gleich geblieben. „Nur die Rahmenbedingungen, in denen er lebt, haben sich verändert“, sagte Liebermeister.

Liebermeister empfiehlt: Veränderungen neugierig begegnen

Entsprechend forderte die Gründerin und Leiterin des Frankfurter Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter die Sehnder Unternehmer auf, sich diesen Rahmenbedingungen zu stellen und ihnen neugierig zu begegnen. Sie beobachte etwa junge Menschen in der Bahn und fange mit ihnen Gespräche an: „Als vor zwei Jahren die App Pokémon Go im Trend war, stand ich nach einem Vortrag abends am Essener Hauptbahnhof und versuchte, eines dieser Pokémons zu fangen.“

Natürlich sollten Unternehmen – auch Unternehmer – im Zeitalter der Digitalisierung etwa in sozialen Netzwerken vertreten sein. Peinlich werde es jedoch, wenn man vor dem Treffen mit einem Geschäftspartner noch nichts über seine Arbeit, aber schon alles über sein Partyleben wisse. „Teilen Sie dort nichts mit, was sie nicht auch vor 2000 Menschen erzählen würden“, empfahl die Expertin. Es reiche aber nicht aus, betonte Liebermeister, dann einfach ein digitales Produkt zu veröffentlichen oder ein agiles Team zu gründen, dass sich mit der Digitalisierung beschäftigt.

Unternehmer sollen „vom Alphatier zum Influencer werden“

Gerade im digitalen Zeitalter komme es auch darauf an, dass Führungskräfte kommunizieren können, Veränderungen gestalten und Mitarbeiter wertschätzen. Um letzteres zu erreichen, sei es gar nicht entscheidend, dass sie den Kollegen im Sommer ein Eis ausgeben oder sie regelmäßig loben. Mitarbeiter ernst zu nehmen und in Entscheidungen einzubeziehen sei dagegen die wichtigste und zugleich einfachste Form der Wertschätzung: „Fragen Sie Ihren Auszubildenden, der mit digitalen Medien aufgewachsen ist, doch mal nach vier Wochen, was er in Ihrem Unternehmen verändern würde“, schlug Liebermeister den Sehnder Unternehmern vor.

„Chefs, die sich für fachlich kompetent halten, denken oft automatisch, dass ihr Umgang mit Kollegen gut ist“, warnte sie. Das Bild der klassischen Alphatiere sei jedoch aus der Mode gefallen. Stattdessen müssten moderne Führungskräfte auf Teamarbeit setzen, „vom Alphatier zum Influencer werden – und ganz viele Follower generieren.“

Von Konstantin Klenke

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