Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Ende Juli steigt das dritte Snntg-Festival im Straßenbahnmuseum
Region Sehnde Nachrichten Ende Juli steigt das dritte Snntg-Festival im Straßenbahnmuseum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 01.07.2019
Bild oben: Zu später Stunde wird das Gelände aufwendig illuminiert. Von links: Die Besucher werden mit historischen Trams zu den einzelnen Bühnen gefahren. Auch in den Straßenbahnen gibt's Musik. Das Festival bietet Musik von Jazz und Soul über Pop und Rap bis zu Klassik und Techno. Quelle: fotos: privat
Anzeige
Wehmingen

Auf dem Gelände des Hannoverschen Straßenbahn-Museums wird gehämmert, gebohrt und gezimmert. Es entstehen Bühnen aus Holz, Stände und Sitzgelegenheiten. Schon vor Wochen haben dort die Vorbereitungen für das mittlerweile dritte Snntg-Festival begonnen. Unter dem Motto „bunt. tolerant. anders“ wird von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juli, zwischen Natur und alten Industriehallen jede Menge Musik erklingen. Einzigartig ist, dass sich die Besucher zwischen den einzelnen Bühnen und Kulturorten mit historischen Trams hin und her bewegen.

Techno-Klänge im Wummerland

Einzigartig: Beim Snntg-Festival werden die Besucher mit historischen Trams zu den einzelnen Bühnen gefahren. Quelle: privat

Auf eine bestimmte Musikrichtung haben sich die Macher des Vereins Snntg bewusst nicht festgelegt. Das Repertoire reicht von Jazz über Indie, Soul und Pop bis zu Rap, Klassik, Techno und experimentellen Klängen. Bespielt werden die drei Bühnen Gleis 0, Hohenfels und Wummerland. Darüber hinaus gibt es Fotografie- und Kunstausstellungen, Lesungen und Workshops. Die Besucher können Zauberkünstler und Akrobaten bestaunen und sich auf einer Spielwiese austoben. Laut Snntg-Schatzmeister Luca Assner sind mehr als 200 verschiedene Acts mit rund 1000 Akteuren geplant.

Anzeige

Die bunte Mischung vor besonderer Kulisse kommt an. Im vergangenen Jahr ist das Snntg-Festival mit 3000 Besuchern komplett ausverkauft gewesen. Viele Musik- und Kulturfans waren drei Tage lang geblieben und hatten auch in Wehmingen gezeltet. Auch für dieses Jahr wurden schon etliche Tickets verkauft. Die Besucher kommen aus ganz Deutschland ins Straßenbahn-Museum. „Wir haben sogar Karten nach Österreich, in die Schweiz und in die Niederlande verkauft“, berichtet Assner.

Rund 200 ehrenamtliche Helfer sind am Start

Beats und buntes Licht: Zu später Stunde wird das Gelände illuminiert. Quelle: privat

In die Vorbereitungen und die Ausführung waren nicht nur die rund 75 Mitglieder des Snntg-Vereins eingebunden, sondern auch etliche zusätzliche ehrenamtliche Helfer. „Insgesamt haben wir vor Ort rund 200 Helfer am Start“, meint Assner. Mit dem Unkrautzupfen hatten die Festivalmacher schon im April begonnen. Wie schon in den Vorjahren werden sich auch diesmal Sehnder Feuerwehren um den Brandschutz kümmern. Landwirte stellen ihre Felder als Campingplatz zur Verfügung. Camper dürfen die Duschen der Turnhalle im benachbarten Bolzum nutzen.

Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke begrüßt das Festival ganz ausdrücklich. „Das Engagement der jungen Leute ist toll und trägt dazu bei, das kulturelle Angebot in Sehnde zu bereichern“, betont er. Auch die Macher können sich keinen bessern Ort als das Tram-Museum für ihr Festival vorstellen. „Wir fühlen uns hier superwohl und wollen auf jeden Fall bleiben“, betont Assner.

Tickets sind diesmal teurer

Gesang und Gitarre: Auch in den Straßenbahnen gibt's Musik. Quelle: privat

Das Snntg-Festival beginnt am Freitag, 26.Juli, um 16 Uhr, der Zeltplatz öffnet bereits um 12 Uhr. Das Ende der Veranstaltung ist für Sonntag, 28. Juli, 20 Uhr, geplant. Die Festivalkarten kosten zwischen 19 und 65 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr und sind im Internet auf erhältlich. Es gibt Wochenendtickets mit oder ohne Camping, Tages-und Wohnmobiltickets. Eine Abendkasse wird nur angeboten, wenn nicht alle Tickets im Vorfeld verkauft wurden. Die Eintrittskarten sind in diesem Jahr allerdings 10 Euro teurer als in den Vorjahren. „Unter anderem weil wir unseren Künstler anders als bisher als Wertschätzung eine Gage zahlen möchten“, erklärt Assner.

Macher brauchen noch Werkzeug und Material

Die Organisatoren des Snntg-Festivals bitten um Material- und Werkzeugspenden. Auf dem Gelände des Straßenbahn-Museums bei Wehmingen wollen sie wieder etliche Bühnen, Bars, Stände, fantasievolle Sitzmöbel und andere Gestaltungselemente aufbauen. Benötigt wird dafür vor allem Holz. Aber auch Rindenmulch, Mineralgemisch und Sand fehlen den Machern. „Damit ebnen wir zum Beispiel den Boden, damit man auch mal barfuß tanzen kann“, erklärt Luca Assner, der Schatzmeister des Snntg-Vereins.

Weil die Ehrenamtlichen auf dem weitläufigen Gelände an bis zu acht verschiedenen Orten gleichzeitig werkeln, brauchen sie zudem jede Menge Werkzeuge. Sämtliche Spenden würden sie bei den Spendern auch abholen, versichert Assner. Wer den Ehrenamtlichen Material und Werkzeug zur Verfügung stellen will, kann sich unter Telefon (01 76) 99 80 86 93 an Arne Mertens vom Snntg-Vorstand wenden.

Von Katja Eggers