Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Zuschuss für Frauenberatung steigt erheblich
Region Sehnde Nachrichten Zuschuss für Frauenberatung steigt erheblich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:09 27.06.2019
Sollen Verstärkung bekommen: Sabine Regehr-Skopnik (links) und Brigitte Mende von der AWO-Beratungsstelle in Lehrte. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
Anzeige
Sehnde

Die geplante starke Anhebung des Zuschusses an die Frauenberatungsstelle der AWO in Lehrte findet in Sehnde Zustimmung. Der zuständige Fachausschuss für Brandschutz, Ordnung und Ehrenamt hat nach Angaben seines Vorsitzenden Karl-Heinz Grun einmütig für die Erhöhung von bisher knapp 3700 Euro auf mehr als 18.000 Euro votiert.

Region vereinheitlicht Frauenförderung

Auslöser ist eine von der Region angestrebte Vereinheitlichung der Frauenförderung. Sie orientiert sich dabei an der von der Bundesrepublik im vergangenen Jahr ratifizierten Istanbul-Konvention des Europarats, ein Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und von häuslicher Gewalt. Dazu sollen die Beratungsangebote ausgeweitet und die Beratungsstelle personell aufgestockt werden. Es geht unter anderem um Hilfe bei Gewalterfahrungen, Trennung und Scheidung, um Unterstützung von alleinerziehenden Frauen sowie von Migrantinnen und geflüchteten Frauen etwa im Umgang mit Ämtern.

Nach den Empfehlungen des bundesweiten Hilfesystems Gewalt gegen Frauen sollten Beratungsstellen mit einer Vollzeitkraft auf jeweils 40.000 Einwohnerinnen ausgestattet sein. Das bedeutet für den Bereich der Region Hannover einen Kostenaufwand von gut 1,8 Millionen Euro. Davon will die Region eine Hälfte übernehmen, für die andere sollen die Kommunen entsprechend ihrer Einwohnerzahlen aufkommen. Daraus ergeben sich für Sehnde gut 18.000 Euro.

Ausweitung in Sehnde erhofft

„Wir haben zwar einige Fragen zu der starken Erhöhung gestellt, aber die Notwendigkeit letztlich eingesehen“, sagte Grun. Man erhoffe sich davon auch eine Ausweitung der Beratungsangebote in Sehnde, machte der Ausschussvorsitzende deutlich.

Von Thomas Böger