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Region Sehnde Nachrichten Steht die alte Buche im Waldbad noch sicher?
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09:57 24.08.2019
An ihren Wurzeln nagt ein aggressiver Pilz. Muss die etwa 80 Jahre alte Buche im Waldbad gefällt werden? Quelle: Achim Gückel
Sehnde

Sie ist stattlich, sieht kerngesund aus, und scheinbar nichts kann sie erschüttern. Doch die rund 80 Jahre alte Buche, die nur etwa zehn Meter entfernt vom Becken des Sehnder Waldbads steht, macht den Fachleuten von der Stadt große Sorgen. Der aggressive Brandkrustenpilz hat die Wurzeln des Baums befallen. Das haben Überprüfungen ergeben. Doch ob die rund 25 Meter hohe Buche, die das Bild des Waldbads nachhaltig prägt, nun gefällt werden muss, ist noch unklar. Ein sogenannter Zugversuch soll Aufschluss über die Standhaftigkeit des Baumes geben.

Ein Kletterer versieht den Stamm der Buche mit einer Zugvorrichtung. Quelle: Achim Gückel

„Die Fällung wäre der einfachste Weg, dieses Problem zu lösen“, sagt Sebastian Wels, der seit einiger Zeit bei der Stadt für Baumpflege, -kataster und -kontrollen zuständig ist. „Das wäre aber nicht nur ein optischer, sondern insbesondere ein herber ökologischer Verlust“, sagt er. Zudem sei ein Waldbad ohne Bäume ja kein Waldbad mehr. Und daher wolle man die Buche gern erhalten.

Werte werden per Computer ausgewertet

Umkippen und dabei Besucher des Bads gefährden darf der Baum aber auf keinen Fall. Daher sind jetzt vereidigte Gutachter der Firma Rathai angerückt und haben die Buche einem sogenannten Zugversuch unterzogen. Dazu stieg ein Kletterer in den Baum, befestigte einen Greifzug und Stahlseile am Stamm, an dem dann kräftig gezogen wurde. Die dabei ermittelten Werte werden nun per Computer ausgewertet. „So kann die Verkehrssicherheit der Buche zweifelsfrei beurteilt werden. Anders werden wir das nicht erfahren“, erläutert Wels.

Sollte die Buche aber gefällt werden, hätte das weitere Auswirkungen. Dann sei auch ein benachbarter Baum, der quasi mit der Buche im Verbund gewachsen ist, nicht mehr zu halten, meint Wels.

Von Achim Gückel

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