Sehnde: Stadtwerke planen weitere Ladestationen für E-Autos
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Sehnde: Stadtwerke planen weitere Ladestationen für E-Autos

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18:30 21.04.2021
Vor dem Rathaus-Anbau sollen weitere Ladesäulen für Elektrofahrzeuge entstehen.
Vor dem Rathaus-Anbau sollen weitere Ladesäulen für Elektrofahrzeuge entstehen. Quelle: Patricia Oswald-Kipper
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Sehnde

Das Thema Elektromobilität nimmt in Sehnde Fahrt auf. Die Stadtwerke wollen nun die Ladeinfrastruktur in der Stadt verbessern. In diesem Jahr sollen deshalb weitere Ladepunkte in Betrieb gehen. Seit einigen Jahren gibt es am Sehnder Rathaus zwei öffentliche Ladesäulen. Diese sind jedoch meist mit den firmeneigenen E-Fahrzeugen der Stadtwerke belegt.

Um am Rathaus mehr Ladekapazitäten zu schaffen, sollen nun vor dem Rathausanbau vier zusätzliche Ladepunkte für die E-Fahrzeuge der Stadtwerke geschaffen werden, erklärt Stadtwerke-Chefin Natalie Heinrichs. „Damit werden die öffentlichen Ladesäulen entlastet.“

Ein Ladepunkt entsteht im Baugebiet Masch-Höfe

Heinrichs will noch mehr E-Ladekapazitäten in Sehnde schaffen. „Das Thema ist gerade sehr populär. Wir wollen da noch mehr tun.“ Die Stadtwerke planen nun vier weitere öffentliche sogenannte Schnellladesäulen. Bei den Schnellladesäulen nimmt das Auftanken nicht so viel Zeit in Anspruch wie bei normalen E-Ladesäulen. Sie kosten allerdings mehr – rund 50.000 Euro pro Ladepunkt.

Eine der Schnellladesäulen soll im Baugebiet Masch-Höfe eingerichtet werden. Die weiteren drei Standorte stehen laut Heinrichs noch nicht hundertprozentig fest. Klar ist jedoch, dass es in den Sehnder Ortsteilen vorerst keine E-Ladepunkte geben wird – obwohl die Sehnder Ortsräte aus dem Nordwesten der Stadt schon vor zwei Jahren solche gefordert hatten. „Wir werden mögliche Standorte untersuchen und sehen, wo es noch einen Bedarf gibt“, sagt Stadtwerke-Chefin Heinrichs.

Große Nachfrage nach Wallboxen für zu Hause

E-Fahrzeuge werden vor allem über Nacht zu Hause geladen. Als Ladeeinrichtungen dienen sogenannte Wallboxen, die etwa an Einfamilienhäusern angebracht werden können. Diese vertreiben die Stadtwerke seit einigen Wochen an Privatkunden und bauen sie auch an. „Dafür gibt es schon viele Nachfragen“, berichtet Heinrichs. Wegen des Booms bei E-Fahrzeugen kämen allerdings die Firmen mit der Produktion und dem Liefern nicht hinterher. Laut Heinrichs betragen die Lieferzeiten derzeit im Schnitt 15 Wochen. Die Kosten pro Wallbox liegen ohne Einbau zwischen 650 und 750 Euro. Das Bundesministerium fördert allerdings den Einbau der Wallboxen mit 900 Euro.

Von Patricia Oswald-Kipper