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Region Sehnde Nachrichten Sechsfleck-Widderchen flattert am Wall
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15:46 07.09.2018
Die Vorsitzende des Naturschutzverbandes Niedersachsen, Carola Sandkühler, erläutert den Teilnehmern der Exkursion Wissenswertes über das Schmetterlingsschutzprojekt. Quelle: privat
Höver/Bilm

Einen Lebensraum für viele bunte Schmetterlinge zu schaffen, die rund um die Lärmschutzwälle bei Höver und Bilm flattern: Das ist Ziel des Projektes „Lebensraum für Schmetterlinge“, das der Naturschutzverband Niedersachsen (NVN) in Kooperation mit dem Zementhersteller Holcim im Februar begonnen hat.

Bei einer Exkursion konnten sich interessierte Bürger und Holcim-Mitarbeiter nun davon überzeugen, was sich auf dem Gelände alles getan hat. „Der Boden wurde umgegraben, eine neue Wiese wurde eingesät, das Mahdregime wurde der Insektenfauna angepasst und Informationstafeln sind in Arbeit“, fasste Projektleiterin Julia Günther zusammen.

Die Flächen am Steinbruch böten für die Schmetterlinge einen idealen Lebensraum, sagte die NVN-Vorsitzende Carola Sandkühler. „Weil die Kalkmergelböden dort besonders warm und trocken sind.“ Sie sichtete auf dem Lärmschutzwall bei Höver bereits Tagfalter wie den Schwalbenschwanz und das Fleck-Widderchen, auch Blutströpfchen genannt. Die kleine, aber stabile Population soll nun mithilfe der Aufwertung der Lebensräume wachsen.

Und tatsächlich konnten sie als Leiterin und die acht Teilnehmer das seltene Sechsfleck-Widderchen auf dem Lärmschutzwall in Bilm erspähen. „Aufgrund des Ausnahmesommers gibt es eine dritte Generation des Schwalbenschwanz“, sagte Projektleiterin Günther. Beim Rundgang erfuhren die Teilnehmer zudem Einzelheiten über das Insektensterben und das Schmetterlingsprojekt.

Welche Kräuter und Pflanzen brauchen zum Beispiel welche Tagfalterarten? Wie kann jeder selbst diese fragilen Tiere unterstützen? Wie die Teilnehmer erfuhren, ist das etwa mit dem Anbau von Fenchel und Dill möglich. Diese Kräuter bevorzugt etwa der seltene Schwalbenschwanz – der übrigens seit Jahren auf den Projektflächen in Höver eine stabile Population aufweist. „Die nächsten Exkursionen sind für ab April 2019 geplant“, kündigte die Projektleiterin an. Dann sollen auch die Informationstafeln aufgestellt sein.

Von Sandra Köhler

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