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Region Sehnde Nachrichten Hövers Schützen sanieren Fenster und Dach
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00:19 29.03.2019
Schützenchef Wolfgang Großmann steht vor den Fenstern, die ausgewechselt werden sollen.
Schützenchef Wolfgang Großmann steht vor den Fenstern, die ausgewechselt werden sollen. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
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Höver

Die Schützengesellschaft Höver investiert in die Zukunft: Für rund 23.000 Euro lässt der Verein das Sportheim an der Schützenstraße energetisch sanieren. Neue Fenster sowie eine neue Dachisolierung sollen in dem 32 Jahre alten Vereinsgebäude die Heizkosten senken. Die Sanierung fördert der Regionssportbund mit 6.052 Euro sowie der Landessportbund mit 9.755 Euro.

Die Schützengesellschaft Höver saniert in den nächsten Monaten die Fenster und das Dach des Vereinsheims. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Zwischen 8.000 und 9.000 Euro investieren die Schützen Höver zudem aus der eigenen Kasse. „Wir werden vieles in Eigenarbeit machen“, berichtet Vereinschef Wolfgang Großmann. Das sei bereits auch 1984 bis 1986 beim Bau des bestehenden Vereinshauses geschehen. Laut Großmann hatten dafür die Vereinsmitglieder rund 1200 Arbeitsstunden absolviert. „Jeder Helfer weiß, welchen Stein oder Balken er in der Hand hatte.“ Durch die Vermietung der Vereinsräume bei Hochzeiten und Geburtstagen habe die Schützengesellschaft inzwischen ein Polster erwirtschaftet und könne sich deshalb die Sanierung leisten. „Nur aus Mitgliederbeiträgen wäre es nicht zu finanzieren.“

Pachtvertrag bis 2068 verlängert

Die Zuschüsse von Regions- und Landessportbund kommen gerade zum richtigen Zeitpunkt. Denn, die Schützengesellschaft Höver hatte den Pachtvertrag mit der Stadt Sehnde verlängert. Bis zum Jahr 2068 gilt der neue, gerade unterschriebene Vertrag. „Wir haben für die nächste Generation mitgedacht“, sagt der Vereinschef. Mit der Sanierung sei somit auch die Zukunft des Schießsports gesichert.

Das Vereinsheim der Schützengesellschaft Höver ist multifunktional: Dort feiern Paare Hochzeiten sowie Jubilare die Geburtstage, die Grundschüler bekommen das Mittagessen und der Raum dient auch als kleine Bücherei. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Aktuell wird das Vereinshaus der Schützen multifunktional genutzt: Etwa als Mensa, wo die Grundschüler von Montag bis Donnerstag das Mittagessen erhalten. Bis zur Fertigstellung des Schulneubaus für die verlässliche Grundschule im nächsten Jahr, bleibt für die Kinder die Ausgabe des Essens in den Schützenräumen bestehen. Außerdem nutzen die Schützen ihr Heim als eine kleine Bücherei, wo sich Leser kostenlos Bücher ausleihen können. Weiterhin stellen sie seit zwei Jahren den Schützen aus Bilm ihren Schießstand zur Verfügung. „Weil die Bilmer kein eigenes Vereinshaus haben, trainieren sie bei uns“, sagt Großmann. Die Kooperation klappe sehr gut.

Wechsel der Fenster erfolgt in Ferien

Die Schützengesellschaft Höver beginnt nun erst einmal mit der Sanierung der Fenster. „Sie sind bestellt – und die Lieferung erfolgt innerhalb von vier Wochen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Wegen der Nutzung des großen Raumes durch die Schulkinder müssten die Fenster in den Ferien oder an einem Freitag ausgetauscht werden. Großmann, der seit sechs Jahren bei den Schützen den Chefposten inne hat, hofft, dass der Wechsel möglicherweise schon in den Osterferien erfolgen kann. Danach kämen die anderen Fenster dran.

Die Isolierung des Daches planen die Schützen für die Sommerpause im Juli. Vorab müsse der Dachboden ausgeräumt werden. Dann soll die alte, 120 Millimeter dicke Dämmung durch eine neue, 250 Millimeter starke Dämmung ersetzt werden.

Zwar wird bis zum Schützenfest Ende Mai nicht alles fertig werden, dennoch habe die Schützengesellschaft Höver für die nächsten Jahre vorerst Ruhe, was die Arbeiten am Haus angehe. Es sei denn die Heizung mache schlapp. „Das ist aber keine so riesengroße Investition“, sagt Großmann.

Die Schützengesellschaft Höver profitiert als einziger Verein aus Sehnde von den Zuschüssen, die der Regionssportbund verteilt hatte. In der gesamten Region Hannover sind in diesem Jahr mehr als eine Million Euro ausgeschüttet worden, die Gesamtinvestition für 51 Projekte in 45 Vereinen liegt über 5 Millionen Euro.

Schützen bauen auf starke Jugend

Der Schießsport in Höver hat Zukunft: Sowohl die energetische Sanierung des Vereinshauses als auch die Verlängerung des Pachtvertrages für die nächsten fünf Jahrzehnte sorgen für eine Kontinuität im Verein. Zudem verfügt der 192 Mitglieder starke Schützenverein über eine starke Jugendabteilung. „Nachwuchssorgen haben wird derzeit nicht“, versichert Vereinschef Wolfgang Großmann. Der pensionierte Speditionskaufmann führt das auf die sehr engagierte Jugendleiterin Kirsten Hadrossek zurück. „Sie macht ein super Job im Verein“, lobt der Vereinsvorsitzende. Darüber hinaus verfügen Jung und Alt über beste Bedingungen am Schießstand, der vor fünf Jahren für 10.000 Euro, ebenfalls mit der finanziellen Förderung durch den Landessportbund, auf den neuesten Stand gebracht wurde. jar

Von Katerina Jarolim-Vormeier