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Region Sehnde Nachrichten Sandweg kommt in den Verkehrsentwicklungsplan
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17:12 15.05.2019
Brenzlige Situation: Autofahrer und Radfahrer kommen sich auf dem Sandweg häufig in die Quere. Quelle: Katja Eggers
Bolzum

Der Sandweg ist vielen Bolzumern schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Immer wieder kommt es auf der schmalen Straße des Realverbandes am Ortseingang zu brenzligen Situationen –und zwar immer dann, wenn sich dort mehrere Verkehrsteilnehmer begegnen. Häufig würden Autofahrer dann über den Randstreifen fahren und diesen entsprechend beschädigen. Fußgänger hätten sich schon des Öfteren Beschimpfungen gefallen lassen müssen, einige seien sogar von Autos touchiert worden. „Ein gutes Miteinander zwischen Fußgängern und Autofahrern oder Radfahrern und Autofahrern ist dort nicht mehr möglich“, erklärt Bolzums Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann.

Durchgangsverkehr hat zugenommen

Am Sandweg gilt: „Durchfahrt verboten für Lastwagen, für Anlieger frei.“ Quelle: Katja Eggers

Probleme mit dem Begegnungsverkehr gibt es auf dem Sandweg auch deshalb, weil Autofahrer die Straße, die für Lastwagen ohne Anliegen verboten ist, zunehmend als Schleichweg und Ausweichstrecke für die Marktstraße benutzen. Früher hätten die Straße ausschließlich Landwirte benutzt, mittlerweile habe der Durchgangsverkehr aber stark zugenommen. „Es sind dort auch immer mehr Autos mit Hildesheimer Kennzeichen unterwegs“, berichtet Lesemann. Darüber hinaus würde auf dem schnurgeraden Sandweg auch gerne gerast.

Nun scheint sich für den Sandweg jedoch eine Lösung abzuzeichnen. Denn die Stadt hat entschieden, die Probleme in den Verkehrsentwicklungsplan aufzunehmen. Der Vorschlag dazu kam von Fachdienstleiter Godehard Kraft. „Das passt, weil wir den Verkehrsentwicklungsplan für Sehnde gerade erarbeiten“, erklärt er. Der Prozess stehe jedoch noch ganz am Anfang. So werden derzeit die Basisdaten für eine Bestandserhebung zusammengetragen. „Dabei geht es zum Beispiel um Verkehrsmengen und Einschätzungen der Verkehrsplaner, wo genau die Schwachstellen sind“, erläutert der Fachdienstleiter.

Bürger dürfen mitreden

Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) soll für den Zeitraum bis 2030 bis zum nächsten Jahr für das gesamte Stadtgebiet erstellt werden, parallel dazu wird es einen Lärmaktionsplan (LAP) geben. Damit nicht nur Fachleute diskutieren, soll der Verkehrsentwicklungsplan von einer Lenkungsgruppe begleitet werden, zu der außer Vertretern der Verwaltung und der Politik unter anderem die Polizei, Schulen, Geschäftsleute, der Seniorenbeirat und der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club gehören. Interessierte Bürger können zudem in Workshops mitarbeiten und dort ihre Anregungen einbringen. Losgehen könnte es mit den Bürgerworkshops laut Kraft frühestens nach der Sommerpause.

Lesemann begrüßt die Aufnahme des Sandwegs in den VEP ausdrücklich. „Das bietet die Möglichkeit, die Probleme in großer Runde zu diskutieren und gemeinsam eine Lösung zu finden“, sagt Bolzums Ortsbürgermeisterin. Wie so eine Lösung konkret aussehen könnte, lässt Karft bewusst offen. „Man kann sich da von der Voll- oder Teilsperrung bis zum Einbahnverkehr alles Mögliche vorstellen“, sagt der Fachdienstleiter.

Von Katja Eggers

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