Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Nun also doch: Politik stimmt für Familienzentrum der Kirchengemeinde
Region Sehnde Nachrichten Nun also doch: Politik stimmt für Familienzentrum der Kirchengemeinde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:30 10.07.2019
In dem bislang noch verwilderten Garten der evangelischen Kirchengemeinde an der Mittelstraße soll das Familienzentrum entstehen. Quelle: Thomas Böger (Archiv)
Sehnde

ach dem Zwist im Vorfeld hat der Sehnder Rat nun doch mit großer Mehrheit die Planung eines Familienzentrums inklusive Kita auf dem Grundstück und in Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde an der Mittelstraße beschlossen. Die CDU/FDP-Gruppe sprach sich nach ihrer anfänglichen Ablehnung schließlich doch für das von SPD/Grünen von vornherein befürwortete Projekt aus. Nur die AfD votierte dagegen und musste sich herbe Kritik gefallen lassen.

CDU: Im Zweifel Notbremse ziehen

In dem Familienzentrum für derzeit geschätzt rund 3 Millionen Euro sollen zwei Krippen- und eine Kindergartengruppe unterkommen. Christ- und Freidemokraten hatten den Planungsentwurf noch im Juni abgelehnt, weil keine konkreten Kosten zur späteren Miete und dem Gebäudeunterhalt vorliegen. „Wir waren grundsätzlich für das Projekt, wollten es aber nicht um jeden Preis durchpeitschen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hoffmann.

Möglich machte die Einigung offenbar ein Gespräch vor der Ratssitzung im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss. Dabei wurde der Kompromiss erzielt, dass „der Mietvertrag und die Betriebsführungsverträge vor Abschluss dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen sind“, wie es in der nun getroffenen Entscheidung wörtlich heißt. „So können wir im Zweifel die Notbremse ziehen“, zeigt sich Hoffmann zufrieden. „Sonst hätten wir keine Kontrolle gehabt.“

Spätestens wenn konkrete Zahlen zum Bau des Familienzentrums vorlägen, müsse die Infrastrukturgesellschaft dann auch den Mietpreis benennen. Dann könne der Rat immer noch entscheiden, ob das Projekt realisiert werden soll. Die CDU/FDP-Gruppe habe nur sicherstellen wollen, dass nicht einfach gebaut werde und ohne Kenntnisse künftige Haushalte belastet würden. Hoffmann betonte dabei, dass man beim Familienzentrum aber differenzieren müsse. Denn eine Kita für 1,5 bis 2 Millionen Euro hätte die Stadt aufgrund des steigenden Bedarfs ohnehin bauen müssen. „Diese Summe muss man von den Gesamtkosten abziehen.“

Defizitvertrag mit Kirchenkreis

Die Infrastruktur Sehnde GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Stadt, soll das Familienzentrum bauen und an diese vermieten. Träger soll der Kirchenkreis Burgdorfer Land werden. Der Betriebsführungsvertrag mit der Stadt soll eine Laufzeit von 20 Jahren haben und als sogenannter Defizitvertrag abgeschlossen werden. Das bedeutet: Dabei werden Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt und das Defizit bei den Betriebskosten bezuschusst oder übernommen. Einen solchen Vertrag gibt es bereits etwa mit der Krippe Bonhoeffer Arche.

Die beiden Krippen- und die Kindergartengruppen sollen in einem zweistöckigen Gebäude auf beiden Etagen untergebracht werden und sind per Fahrstuhl zu erreichen. Zudem gibt es ein etwa 670 Quadratmeter großes Außengelände. Das Familienzentrum soll im Erdgeschoss ein Café mit Küche sowie einen Beratungsraum und Toiletten erhalten. In der oberen Etage sind ein rund 70 Quadratmeter großer, unterteilbarer Mehrzweckraum sowie ein kleines Foyer mit Zugang auf eine Terrasse geplant.

Kritik an Nein der AfD

Bei der AfD stießen die Pläne auf Ablehnung. „So ein Zentrum gehört an die Kita Ladeholz, Sehndes größte Kita“, sagte Wolfgang Ostermeyer. Eine Kita im zweiten Stocke sei „keine gute Konzeption“, die Trägerschaft der Kirche nur „halb optimal“, die Parkplatzsituation an der Mittelstraße ungeklärt und der Neubau „auf das Grundstück gequetscht“. Da platzte Andrea Gaedecke, SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Ausschusses für Kindertagesstätten und Jugend, der Kragen. „Ich bin Ihre Einwände leid, wir haben in einer Arbeitsgemeinschaft die Kirche als Träger und den Standort festgelegt, diesen Beschluss haben Sie mitgetragen“, warf sie der AfD vor.

Von Oliver Kühn

Berufsfachschulzeit erfolgreich beendet: 30 Schüler des Klinikums Wahrendorff haben nun ihre Zeugnisse erhalten. 21 von ihnen bleiben der Einrichtung als Nachwuchskräfte erhalten.

08.07.2019

Viele hundert große und kleine Besucher sind am Sonntag zum Kinderfest des Hannoverschen Straßenbahnmuseums gekommen. Viele Kinderaktionen lockten den Nachwuchs. Ein Duo aus Hannover sorgte für die Musik.

08.07.2019

90 Sportler haben am Sonnabend in Wehmingen den Sir Tobey Cup im Indiaca ausgetragen. Der Wettbewerb startete erstmals als offizielles Turnier des TV Eintracht Sehnde.

07.07.2019