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Nachrichten Gnadenlos schräge Wortwitze: Hans Werner Olm im Gutshof
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16:12 17.03.2019
Hans Werner Olm präsentiert sein Lieblingswinterlied auf der Gitarre. Quelle: Susanne Hanke
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Rethmar

Er wirke beruhigend und könne Menschen glücklich machen. So definierte sich der bekannte Kabarettist Hans Werner Olm jedenfalls selbst bei seinem Auftritt im Kornspeicher des Gutshofs Rethmar. Ruhig war es am Freitagabend aber auf keinen Fall im Saal, denn das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus, als Olm seine tabufreien „Weisheiten“ raus haute.

Polternd, laut und zotig zog er über das menschliche Verhalten her. Sein Anspruch sei, eine Ablenkung von der bösen Welt da draußen zu bieten. Und dieses Versprechen löste er auch gnadenlos ein. Zuerst klärte er auf, warum das Publikum an diesem Abend im Kornspeicher sein Programm „Happy Aua“ unbedingt sehen wollte. Es sei ein Sog, der sie hierher gezogen habe, mutmaßte der Bochumer Comedian. Aber auf jeden Fall sei es eine Alternative zu Kohlmeisen einsammeln und Maulwürfe erschlagen.

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Weiter ging es mit Plattitüden über Alltagsgewohnheiten, die Macken der Frauen und Männer oder er spürte der Frage nach, wo denn die „coolen Partys“ geblieben seien. Denn heute müsse man immer gut drauf sein und dürfe niemals erwarten, dass einer zuhöre, klagte Olm. Zum Zuhören und Amüsieren hatte der Comedian jedoch jede Menge Material, das er geschickt in neue Zusammenhänge katapultierte und zu einem „verbalen Florett“ werden ließ.

So verband er berühmte Filmzitate mit ganz alltäglichen Szenen, wie den Satz „Schau mir in die Augen, Kleines“ aus „Casablanca“, der an der Fleischtheke gesagt, eine ganz neue Bedeutung erlebe. Oder wie man einem Verkaufsgespräch am Telefon mit einem „entspannten“ Hannibal Lector Paroli bieten kann.

Musikalische Akzente lockerten den redeschwalllastigen Abend auf, aber auch wenn Olm zur Gitarre griff, behielten seine schrägen Wortwitze die Oberhand. Eben eine typisch Olm’sche „Happy Aua“.

Von Susanne Hanke

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