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Region Sehnde Nachrichten 600 neue Rotbuchen sollen Wald schützen
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13:16 13.03.2019
Ähnlich wie diese Rotbuchen vor vier Jahren will Jürgen Falkenhagen weitere 600 Jungbäume pflanzen. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Sehnde

Das Lehrter Holz an der B 443 an der nördlichen Stadtgrenze zu Lehrte ist ein außerordentlich gut ausgeprägter und „sehr wertvoller“ Hainbuchenwald. Das hatte der Landschaftsarchitekt Dietmar Drangmeister kürzlich bei seiner Präsentation zur Aktualisierung des Landschaftsplans im Umweltausschuss hervorgehoben. Das sehen Jürgen Falkenhagen und sein Bruder Karl sowie Dirk Vainqueur genauso: Sie wollen deshalb auf ihren Waldflächen 600 weitere Rotbuchen pflanzen und damit schon etwas für die nächste Generation auf den Weg bringen.

Auch wenn den Sehndern sehr wohl bewusst ist, dass sie es nicht mehr erleben werden, wie die Bäume zu stattlichen Kolossen heranwachsen. Doch ihr Motto sei: „Wer Bäume pflanzt und weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen“, sagt Jürgen Falkenhagen.

Wald gehört vielen Eigentümern

Ein „sehr wertvoller“ Hainbuchenwald: das Lehrter Holz im Norden Sehndes. Quelle: Planungsgruppe Landespflege

Deshalb müsse das rund 14 Quadratmeter große Waldstück ihrer Vorstellung nach erhalten bleiben. Bereits vor vier Jahren hatten die Grundstückseigentümer ebenfalls auf einer Böschung 600 Rotbuchen gepflanzt. „Mittlerweile müssen die Jungbäume auseinander gepflanzt werden“, sagt Falkenhagen. Den Falkenhagens und Vainqueur gehören insgesamt vier Hektar. Die kleinen Bäume setzen sie auf einem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück. Sie pflanzen die Jungbäume im Abstand von 80 Zentimetern, in Reihen, die etwa zwei Meter voneinander entfernt sind. Bis Mitte April sollen die Rotbuchen in der Erde sein, damit sie leicht wurzeln. Förster Christian Günther habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, sagt Falkenhagen.

Ein Problem sei, dass die Waldfläche vielen Eigentümern gehöre. „Viele davon leben hier nicht mehr und kümmern sich nicht um ihr Waldstück“, sagt der 55-Jährige. Ein weiteres Problem sei, dass das Waldstück oft als illegale Müllkippe missbraucht werde. Autofahrer, die dort verbotenerweise für eine Pause anhalten, hinterließen etwa Pappbecher und Plastiktüten, andere Umweltfrevler Teerpappe, blaue Säcke mit Unrat, Grünschnitt – und im vergangenen Jahr sogar einen großen Treckerreifen.

Schon die Urgroßväter haben Bäume gesetzt

Falkenhagen und seine Mitstreiter wollen mit ihren Pflanzungen das kleine Wäldchen, das ihre Großväter und Urgroßväter einst schon bepflanzt hatten, schützen und weiterentwickeln. Denn mittlerweile sei das Gehölz überaltert und müsse durchforstet werden. „Totholz und neue Anpflanzungen müssen beide sein“, verdeutlicht Falkenhagen. Zudem sei der Wald durch sein Feuchtgebiet sehr wertvoll. Aktuell stehen dort Birken, Eichen, Hainbuchen, Eschen und Erlen sowie einige Wildkirschen. Das Areal war deshalb im Jahr 2000 als geschützter Landschaftsbestandteil in den Landschaftsplan aufgenommen worden. Außerdem ist das Lehrter Holz auch Heimat von Rehen und Hasen. „Selbst die Wildschweine ziehen vom Müllinger Forst in den Rethmarer Wald durch das Gehölz“, erklärt Falkenhagen.

Pro Pflanzung 500 Euro investiert

Für Falkenhagen und seine Mitstreiter ist diese Art des Umweltschutzes ein Hobby, das ihnen Freude bereitet. Pro Pflanzung haben sie dafür 500 Euro investiert. „Wir setzen uns gern für die Natur ein“, sagt der ehemalige Ortsbürgermeister von Sehnde. Deshalb planen die Falkenhagens und Vainqueur auch im nächsten Jahr, weitere 600 Rotbuchen in dem Wäldchen zu pflanzen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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