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Nachrichten 16 Bushaltestellen werden grunderneuert
Region Sehnde Nachrichten 16 Bushaltestellen werden grunderneuert
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00:41 27.05.2018
Die Bushaltestelle an der Nordseite der Freienstraße in Bilm bekommt im nächsten Jahr ein Wartehäuschen. Auf der Südseite gibt es schon eines.
Die Bushaltestelle an der Nordseite der Freienstraße in Bilm bekommt im nächsten Jahr ein Wartehäuschen. Auf der Südseite gibt es schon eines. Quelle: Oliver Kühn
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Die Grunderneuerung von Bushaltestellen im Stadtgebiet mit einem behindertengerechten Einstieg und vor allem neuen Wartehäuschen zum Schutz vor Wind und Wetter, wo es noch keine gibt, geht mit großen Schritten voran. In diesem und nächsten Jahr stehen 16 Haltestellen in acht Ortsteilen auf dem Plan. „Wir arbeiten uns durch das Stadtgebiet“, sagt Fachdienstleiter Godehard Kraft. Die Gesamtkosten betragen rund 645.000 Euro, wovon Land und Region den Löwenanteil übernehmen. Baubeginn der ersten acht Stationen soll noch in diesem Sommer sein.

Die Haltestellen im Stadtgebiet sollen damit aufgewertet werden und sind Teil zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs. Dazu gehören Hochborde für einen erleichterten Einstieg für Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Fahrgäste mit Rollator. Für Sehbehinderte werden sogenannte taktile Elemente in den Boden eingelassen, weiße Platten mit Rillen oder Pünktchen, die den Weg zum Einstieg weisen. Auch eine Beleuchtung ist vorgesehen.

In diesem Jahr wird die Bushaltestelle an der Breiten Straße in der Kernstadt umgebaut und mit einem Bushäuschen versehen. In Ilten sind es sogar vier: Zwei auf der Glückauf Straße im Bereich der Straße Im Steinkamp, die beide eine kleine Halle bekommen sowie an der Hindenburgstraße/Jahnstraße. Dort wird auf der Südseite eine Behausung gebaut, auf der Nordseite gibt es schon eine. Auch an der Haltestelle an der Sarstedter Straße in Müllingen werden Busfahrgäste bald nicht mehr im Regen stehen.

Die beiden Bushaltestellen „Am Wischhof“ in Bilm haben schon ein Wartehäuschen und werden nur behindertengerecht umgebaut. Quelle: Oliver Kühn

Anders ist dies in Evern an der B 65 und in Haimar am Schladweg: Dort kommen zwar behindertengerechte Hochborde, aber keine Häuschen. „In Evern gibt es keine Zusteigegäste“, sagt Ulrich Jahnke vom Fachbereich Straßenbau und Stadtentwicklung. Wartehäuschen würden erst gebaut, wenn mindestens zehn Fahrgäste pro Tag zusteigen. Die Gesamtkosten für dieses Jahr bezifferte Jahnke mit rund 272.000 Euro.

In Bolzum, Bilm, Höver und Wassel dagegen müssen sich die Busfahrgäste noch ein wenig gedulden: Erst im nächsten Jahr beginnt die Stadt damit, dort acht Bushaltestellen zu erneuern. In Wassel wird die Region Hannover selbst tätig und baut zwei Haltestellen um. In Bilm sind gleich vier Haltestellen an der Reihe. Der Stopp „Am Wischhof“ wird auf beiden Seiten aber nur grundlegend erneuert, die beiden bestehenden Bushäuschen bleiben wie in Höver erhalten. Unterschiedlich läuft die Erneuerung am Halt „Freienstraße“ im Ortskern: Während es auf der Südseite bereits einen Schutz gibt, wird auf der Nordseite erstmals ein Häuschen gebaut. Zudem erhält die Boltessemstraße ein ursprünglich schon für vergangenes Jahr vorgesehenes Bushäuschen auf der Südseite. Die Gesamtkosten betragen 372.000 Euro.

Von Oliver Kühn