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Region Sehnde Nachrichten Klimaschutz: CDU in Ilten fordert mehr Fotovoltaikanlagen in der Stadt
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17:34 25.09.2019
Auf dem Dach der Sporthalle in Ilten haben die Stadtwerke Sehnde bereits eine große Anlage installiert, wie der MTV-Vorsitzende Reiner Ahnert zeigt. Die CDU könnte sich aber eine Erweiterung vorstellen. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Ilten

Nun will sich auch die CDU-Fraktion im Ortsrat Ilten in die Klimadiskussion einklinken. Die Christdemokraten fordern die Stadt auf zu prüfen, wieweit öffentliche Gebäude in Sehndes größter Ortschaft mit Fotovoltaikanlagen bebaut werden können, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren – und womöglich auch darüber hinaus. Dazu soll auch die Energiegenossenschaft Lehrte/Sehnde als Partner mit ins Boot geholt werden.

Weniger Energiekosten im Haushalt

„Ziel unseres Antrags ist, die Energieeffizienz von öffentlichen Gebäuden und Liegenschaften zu verbessern und somit unseren Teil zum Klimaschutz beizutragen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Andreas Heinen. Der Klimaschutz habe nicht nur die junge Generation mobilisiert, sondern sei auch auf lokaler Ebene von großer Bedeutung. Eine bessere Energieeffizienz senke die Energiekosten und entlaste am Ende den kommunalen Haushalt.

Beim geplanten Um- und Anbau an der Wilhelm-Raabe-Schule sollte eine Anlage für Sonnenenergie berücksichtigt werden, fordern die Kommunalpolitiker. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Für weitere Solardächer hat die CDU auch bereits einige Objekte im Auge. Auf der Sporthalle des MTV Ilten gebe es zwar bereits eine große Anlage der Stadtwerke, doch könnte diese noch erweitert werden, meint Heinen. Das Feuerwehrhaus böte sich zudem an, ebenso wie die Wilhelm-Raabe-Grundschule. Da diese ohnehin mit einem Anbau erweitert werde, sollte man dies bei den Planungen gleich berücksichtigen. Inwieweit sich der Ortsrat hinter diese Idee stellt, ist noch offen. Der Antrag soll in der Oktobersitzung behandelt werden. „Wir hoffen aber, dass das Thema vielleicht auch in den Rat kommt, um es auf die ganze Stadt auszuweiten“, fügt die CDU-Ratsfrau Heike Benecke hinzu.

Bürgermeister: Ein Gebot der Stunde

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke nennt den Vorstoß aufgrund der allgemeinen Klimadiskussion – nicht zuletzt wegen des Vorreiterprojekts Gutklima in Bolzum – „ein Gebot der Stunde“: „Das ist eine gute Sache, sie muss aber auch wirtschaftlich sein.“ Dies sei womöglich auch ein Thema für den Umweltausschuss.

Bei den geplanten beiden neuen Sporthallen an der Chausseestraße etwa habe man zur Bedingung gemacht, dass sie so gebaut werden, dass darauf Solaranlagen errichtet werden können, um sich die Option für die Zukunft offen zu halten. Auf der KGS betreibe man schon seit 2001 eine solche Anlage, aber auch auf dem Feuerwehrhaus Sehnde, den Turnhallen Breite Straße und Rethmar sowie auf dem Rathausanbau in der Nordstraße und dem Dach der Energieversorgung seien solche Anlagen bereits installiert.

Die Stadt hätte mit der Energiegenossenschaft, an der sie beteiligt ist, zudem einen kompetenten Partner, sodass auch die personellen Ressourcen in der Verwaltung nicht zu sehr belastet würden, meint Benecke. Sie könnte Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellen und als Investor Firmen beauftragen. Die Stadt könnte profitieren, indem sie Dächer ihrer Liegenschaften zur Verfügung stellt und dafür eine Pacht von den Einspeisungserlösen bekommt. Damit habe die Genossenschaft in der Nachbarstadt Lehrte bereits gute Erfahrungen gemacht, etwa mit den Sporthallen Lehrte-Süd und Schlesische Straße oder der Kita Saturnring in Ahlten.

Das Feuerwehrhaus würde sich auch für eine Fotovoltaikanlage eignen, meint der Ortsrat. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Das würden die Stadtwerke Sehnde aber auch gerne selbst tun. „Wir haben durchaus Interesse, selbst Dächer zu bestücken, und es gibt bereits Überlegungen unsererseits“, sagt der technische Leiter Daniel Korf. Konkrete Objekte nannte er nicht. Man habe nur das mittlerweile verabschiedete Klimaschutzpaket der Bundesregierung abwarten wollen, bei dem die Fördermittel vorher gedeckelt gewesen seien. Doch das sei jetzt vom Tisch, die Einspeisevergütungen nunmehr besser und Projekte für Investoren deshalb wieder interessanter.

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Von Oliver Kühn

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