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Nachrichten 125 Jahre TVE Sehnde: Glückwünsche kommen auch per Video
Region Sehnde Nachrichten 125 Jahre TVE Sehnde: Glückwünsche kommen auch per Video
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00:15 13.03.2019
Die Mädchen aus der Turnabteilung stellen ihr Können unter Beweis, die Musik dazu kommt vom TVE-Blasorchester. Quelle: Katja Eggers
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Sehnde

Vom kleinen, reinen Turnclub zu Sehndes größtem Sportverein mit rund 1200 Mitgliedern und zehn verschiedenen Abteilungen: Der Turnverein Eintracht (TVE) hat am Freitagabend sein 125-jähriges Bestehen mit einem großen Festakt im Forum der Kooperativen Gesamtschule (KGS) gefeiert. Eigentlich begehen die Mitglieder das stolze Jubiläum schon das ganze Jahr über, denn in fast jedem Monat präsentieren sich die Abteilungen der Öffentlichkeit mit allerlei Aktionen. Am Freitag galt es aber nun auch einmal vor mehr als 300 Zuhörern auf die Historie des Vereins zurückzublicken, verdiente Mitglieder zu ehren und jede Menge warme Worte sowie das eine oder andere Geschenk entgegen zu nehmen.

Lob für breites Angebot

Jede Menge Lob, Dank und Anerkennung gab es von zahlreichen Rednern. Etwas Besonderes waren dabei die Glückwünsche von Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Weil dieser wegen seines Südafrikaurlaubs nicht persönlich beim Festakt dabei sein konnte, gratulierte er von der Großbildleinwand aus – Lea und Ben vom TVE hatten ihn vor seinem Urlaub im Rathaus besucht und um eine Videobotschaft gebeten.

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Im Forum sprachen die Redner ihre Grußworte derweil am Rednerpult. Ein Verein wie der TVE sei aus dem gesellschaftlichen Leben der Kommune nicht mehr wegzudenken, erklärte Sehndes Erste Stadträtin Bettina Conradi. Sie lobte das breite Angebot, welches jeder Generation etwas biete. Sehndes Ortsbürgermeister Helmut Süß dankte TVE-Chef Ralf Marotzke und seinem Team. Einen so großen Verein wie den TVE zu leiten, sei eine sportliche Aufgabe und ohne die vielen Ehrenamtlichen gar nicht möglich.

Dank für musische Kooperationen

Die regelmäßige Teilnahme an den Turnfesten stärke die Gemeinschaft und Bindung zum Verein, betonte Clemens Reinhold vom Niedersächsischen Turnerbund und überreichte Vereinschef Marotzke zum Vereinsjubiläum das Walter-Kolb-Schild. Von Carsten Elges vom Vorstand des Regionssportbundes gab es eine Urkunde und obendrein die Albert-Lepa-Plakette vom Landessportbund. KGS-Direktorin Sandra Heidrich und Sehndes Pastor Uwe Büttner dankten für die langjährigen musischen Kooperationen, die der TVE sowohl zur Schule als auch zur Kirche pflegt.

Aus dem TVE-Nähkästchen plauderte schließlich Hella Rinnau, die als resolute Rentnerin Marietta von Uetze auftrat und beim Sprechen herrlich über den spitzen Stein stolperte. Sie verriet etwa, dass Michael Rust, der 2. Vorsitzende des TVE, seiner Gattin jeden Morgen den Kaffee ans Bett bringt. „Aber mahlen muss sie selbst“, sagte Marietta – und das Publikum kam aus dem Lachen gar nicht wieder heraus. Etwas fürs Auge und für die Ohren bot der TVE aber auch selber: Die Mädchen der Turnabteilung stellten auf der Bühne eindrucksvoll ihr Können unter Beweis, die Musik dazu spielte natürlich das vereinseigene Blasorchester.

Rückblick auf eine wechselvolle Geschichte

TVE-Chef Ralf Marotzke und sein Stellvertreter Michael Rust haben beim Festakt auf die wechselvolle Historie des Vereins zurückgeblickt: Schon 1892 hatte sich eine kleine Gemeinschaft von Bürgern zusammengefunden, um die Idee von Turnvater Jahn auch in Sehnde in die Tat umzusetzen. 1894 gründeten Turnbrüder den Verein. Durch den Ersten Weltkrieg kam das Vereinsleben zum Erliegen, 1919 wurde der Turnbetrieb wieder aufgenommen. Zwischenzeitlich ging es mit den Mitgliederzahlen immer wieder auf und ab. Ein Krise ereilte den Verein im Juni 1979. Bei einem Gewitterregen brach das Dach der Sporthalle ein. Bedingt durch den Ausfall der Sporthalle sank die Mitgliederzahl massiv, ein stark eingeschenkter Sportbetrieb konnte nur durch die Einbeziehung der Turnhalle in Rethmar aufrechterhalten werden.

Gäste konnten beim Festakt die Vereinsfahne von 1904 und eine Skulptur von Turnvater Jahn aus dem Jahr 1928 bestaunen. Sie hatte lange auf dem Dachboden des Vereinsheims gelagert und war restauriert worden. Die TVE-Entwicklung dokumentierten in der Schulstraße zudem unzählige Fotos auf Stellwänden. eg

Von Katja Eggers