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Region Sehnde Nachrichten Im Museum drehen sich Windmühlenflügel
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18:23 03.03.2019
Das imposante Modell der Fünf-Flügel-Windmühle aus Burgdorf ist bei der Ausstellungseröffnung im Regional-Museum ein echter Hingucker. Quelle: Katja Eggers
Rethmar

Mit gut 40 Kilo Gewicht, einer Höhe von etwa 1,20 Metern und den rotierenden Flügeln ist das Modell der Fünf-Flügel-Windmühle aus Burgdorf am Sonntagnachmittag bei der Ausstellungseröffnung im Regionalmuseum Sehnde ein echter Hingucker gewesen. Mit ihrer imposanten Optik hat die Konstruktion im Maßstab 1:13 dem eigentlichen Star der mittlerweile 24. Sonderausstellung allerdings auch ein wenig die Schau gestohlen. Gewidmet ist die Ausstellung nämlich der Windmühle Machtsum.

Das Modell der Machtsumer Windmühle. Quelle: Katja Eggers

Die steht im Original in Machtsum im Landkreis Hildesheim. Zwei Modelle sind derzeit in der Sonderschau in Rethmar zu sehen. Der Verein zur Erhaltung der Windmühle Machtsum hat dem Museum zudem Exponate zur Geschichte der Mühle und des Müllerhandwerks zur Verfügung gestellt. Zu sehen ist auch eine Jalousie aus einem Flügel. Mit den beweglichen Holzlamellen stellte der Müller früher die Kraft ein, mit welcher der Wind auf die Blätter wirken sollte.

Mühle wurde 1638 in Wirringen erbaut

Wie das funktioniert, zeigte Alois Graen, der Vorsitzende des Mühlenvereins, den Besuchern am Modell der Fünf-Flügel-Mühle. „Wenn man hier die Kette nach unten zieht, schließen sich die Lamellen am Flügel, und der Wind hat mehr Angriffsfläche“, erklärte Graen. Die Mechanik sei die gleiche wie bei der Machtsumer Mühle. Diese habe jedoch lediglich vier Flügel, während es bei der Burgdorfer Mühle fünf sind.

Graen betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass sich für „die alte Dame“, wie der Verein die Machtsumer Mühle liebevoll nennt, nun ein Kreis schließe. Denn ihren Ursprung habe die Mühle eigentlich in Sehnde: Sie wurde 1638 in Wirringen errichtet, 1643 nach Müllingen umgesetzt und 1888 nach Machtsum verkauft. Mit der Sonderschau in Rethmar sei die Mühle nach fast 400 Jahren nun quasi wieder an ihrem Geburtsort angelangt, sagte Graen. Wehmingens Ortsbürgermeister Olaf Kruse nannte das Bauwerk in seiner Eröffnungsrede denn auch ganz selbstverständlich Wirringer Mühle.

Die Ausstellung ist im Regional-Museum Sehnde noch bis zum 10. Juni an Sonn- und Feiertagen von 14.30 bis 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon (05138) 98 51 zu sehen.

Museumschef Erhard Niemann (links) lässt sich von Alois Graen, dem Vorsitzenden des Mühlenvereins Machtsum, die Mechanik der sogenannten Jalousienflügel erklären.erklären. Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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