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Nachrichten Anbau an Turnhalle wird teurer als geplant
Region Sehnde Nachrichten Anbau an Turnhalle wird teurer als geplant
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14:43 07.09.2018
Der MTV wünscht sich für die Turnhalle an der Seufzerallee weitere Umkleiden in einem Anbau. Quelle: Archiv
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Rethmar

Der Anbau an die Turnhalle an der Suefzerallee wird teurer als geplant. Der fast 700 Mitglieder starke MTV Rethmar will sich an den Baukosten mit 120 000 Euro beteiligen und hofft nun auf eine baldige Umsetzung des Projekts.

Ein Architekturbüro hat für die Stadt Sehnde den Anbau an die Turnhalle und die Sanierung der bestehenden Sanitäranlagen geplant und die Kosten dafür veranschlagt. Demnach entstehen Baukosten von 460.000 Euro für den Anbau von rund 85 Quadratmetern. In dem Neubau sollen vor allem zwei zusätzliche Umkleiden entstehen. Bei dem Bauvorhaben werden Nebenkosten von 110..000 Euro veranschlagt. „Durch die Erweiterung muss die gesamte Eingangssituation verändert und die Außenanlagen neu hergestellt werden“, heißt es in der Beratungsvorlage der Stadtverwaltung. Unter anderem müssten dabei der Weg sowie Hausanschlüsse verlegt werden. Zudem sollen die bestehenden Umkleiden im Altgebäude saniert werden. Das Architekturbüro hat für das gesamte Vorhaben eine Bauzeit von rund sechs Monaten veranschlagt.

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MTV-Vorsitzender Klaus Schlewitt ist von der Kalkulation überrascht: „Wir sind von einer geringeren Bausumme ausgegangen“, sagt er. Dennoch hält er das Projekt für machbar. Denn: Der Verein will sich selbst mit 120.000 Euro an den Baukosten beteiligen. Zudem stehe eine Förderung von rund 20 Prozent beim Landessportbund in Aussicht. Und die Stadt Sehnde habe für eine Renovierung der Halle in Rethmar bereits 150.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Laut Schlewitt bleibt danach zurzeit eine Finanzierungslücke von rund 270.000 Euro. Die Stadt könnte dafür jedoch noch Zuschüsse beim Amt für regionale Landesentwicklung beantragen, heißt es in der Vorlage.

Schlewitt macht sich massiv für eine Umsetzung des Projekts stark: „Der derzeitige Zustand in den Umkleiden ist nicht mehr haltbar“, sagt er. Momentan gibt es in der Halle zwei kleine Umkleiden, die an Wochenenden und an Nachmittagen teilweise von mehreren Sportgruppen gleichzeitig belegt werden. Zudem nutzt die Grundschule die Halle für den Schulsport. Der Zustand der zwei Umkleiden sei nicht mehr zeitgemäß, zumal der Verein in den vergangenen Jahren stetig gewachsen sei. „Rund ein Drittel aller Rethmarer ist im MTV“, sagt Schlewitt. Er rechnet mit weiterem Wachstum des Vereins, wenn die neuen Baugebiete iam West- und Ostrand des Dorfes hinzukommen. „Das ist gut investiertes Geld. Der Sportverein leistet in Rethmar viel, was Integration und Sozialarbeit angeht“, meint Schlewitt.

Sehnder Kommunalpolitiker haben die Turnhalle bereits begutachtet. Quelle: Archiv

Ein freistehendes Gebäude in Eigenleistung vom Verein erstellen zu lassen, wie es vom Architekten als Alternative vorgeschlagen wird, lehnt er aber ab. Die Kosten für die anschließende Unterhaltung des Gebäudes seien für den MTV zu hoch, sagt Schlewitt. Eine Zusage für Fördergelder ist frühestens im nächsten Jahr möglich. Schlewitt rechnet daher mit dem Anbau nicht vor 2020.

Der Fachausschuss Schule, Sport, Kultur und Soziales berät über das Vorhaben am Donnerstag, 13. September, um 20 Uhr in der Mensa der KGS Sehnde, Am Papenholz 11.

Von Patricia Oswald-Kipper