Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Das sagen Harenberger zur Meilen-Sperrung
Region Seelze Nachrichten Das sagen Harenberger zur Meilen-Sperrung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 28.07.2018
Autofahrer ignorieren die Zufahrtsbegrenzung auf der Harenberger Meile. Quelle: Patricia Chadde
Anzeige
Harenberg

 

Für rund 1,1 Millionen Euro werden die Harenberger Meile (K 251) und die Gehrdener Straße (K 230) bis voraussichtlich Oktober saniert. Für die Arbeiten wird die Harenberger Meile in Abschnitte eingeteilt. Die Gehrdener Straße wird von der Harenberger Meile bis zum Ortsausgang erneuert.

Anzeige

Bis Sonntag, 29. Juli, bleibt Harenbergs Ortsdurchfahrt im Bereich der Seelzer Straße und bis zur Kreuzung der Gehrdener Straße gesperrt. Die Total-Tankstelle ist aber noch erreichbar. Dort wird die Asphaltdecke eingebaut. Die Freigabe dieses Streckenabschnitts ist für Montag, 30. Juli geplant, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann. Ab Montag, 30. Juli, sollen dann die Arbeiten im nächsten Bauabschnitt zwischen der Einmündung Seelzer Straße und dem westlichem Ortseingang in Richtung Döteberg ausgeführt werden. Dieser Abschnitt der Harenberger Meile wird deshalb voll gesperrt. Wann der östliche Teil der Harenberger Meile ab Höhe Gehrdener Straße und die nach Süden führende Gehrdener Straße selbst in Angriff genommen werden, ist derzeit noch unklar.

Carsten Dröge ist Vorsitzender des Realverbandes und wohnt an der Harenberger Meile 4. „Ich wusste von der Straßensperrung, weil die Buslinien während der Bauzeit auch über Feldwege umgeleitet werden“, sagt der Landwirt. Er hofft, dass er mit seinen Erntemaschinen, die viel breiter als ein PKW sind, trotz Baustellensperrung alle seine Äcker erreichen wird. Denn der Fortgang der Ernte hängt eng mit der Wetterentwicklung zusammen: „Manchmal ist das Getreide nach einem sonnigen Tag abends trotzdem noch zu feucht zum Dreschen. Kommt dann Wind auf, ernten wir auch schon mal ab 22 Uhr bis zum nächsten Morgen um 4 Uhr, wenn dann der Tau einsetzt“, erklärt Carsten Dröge die variablen Arbeitszeiten seines Berufsstandes. Dröges Hofladen wird während der Sperrung schlechter erreichbar sein, was ärgerlich ist. Alternativ kann man natürlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad Kartoffeln und frische Eier einkaufen.

In Harenbergs Markthalle feiert gerade ein Paar seinen runden Hochzeitstag. Die Straßensperrung ist hier seit dem Zeitungsartikel das Thema Nummer eins, wobei die Meinungen der Gäste mit der von Mitarbeiterin Gertrud Popp meist übereinstimmen: „Wenn die Verkehrssituation nach den Bauarbeiten besser wird, wäre das großartig. Aber Anlieger der Harenberger Meile sollten auch die Möglichkeit bekommen, Gäste und Kunden rechtzeitig auf die veränderte Verkehrssituation hinzuweisen“, lautet die Überzeugung der Frau, die seit Jahrzehnten in Harenberg zu Hause ist. Sie selbst wohnt am Ortseingang im Westen der Harenberger Meile und hat im Seelzer Polizeikommissariat mehrfach um Geschwindigkeitskontrollen gebeten. „Die meisten Autofahrer rasen in den Ort hinein“, so Gertrud Popps Beobachtung. Daher erwartet sie von der Verkehrsinsel, die am Ortseingang entstehen soll, eine deutliche Beruhigung.

„Wie soll ich denn an die Tankstelle kommen“, grübelt ein Autofahrer. Auf dem Weg zur Arbeit holt er sich dort gerne Kaffee, Zeitung und Brötchen. Während Autofahrer jetzt Wartezeiten an der Baustellenampel einkalkulieren müssen, werden Harenbergs Gewerbetreibende in den kommenden Wochen wahrscheinlich weniger Umsatz in der Kasse haben. Dafür wird Harenberg ab Ende Oktober für Fahrradfahrer attraktiver und für alle sicherer.

Von Patricia Chadde