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Region Seelze Nachrichten Ortsbürgermeister will Anwohner einbeziehen
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00:21 24.09.2018
Ortsbürgermeister Alfred Blume mit einem ersten Entwurf zur Sanierung der Hannoverschen Straße ab dem Obentrautdenkmal (im Hintergrund) in Richtung Osten. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze

Ortsbürgermeister Alfred Blume will die Anwohner der Hannoverschen Straße rechtzeitig in die Überlegungen zur Sanierung der Straße zwischen Obentrautdenkmal im Westen und Einkaufszentrum im Osten einbeziehen. Grundsätzlich sei die Region Hannover der Straßenbaulastträger, aber eben nur für die Fahrbahn zuständig. Bei Verbesserungen der Randbereiche wie Parkstreifen sowie Fuß- und Radwege müsse die Stadt Seelze zahlen. Für den Ortsbürgermeister ist klar, dass die geplante Straßensanierung auch generell eine Chance auf Verbesserungen darstellt. „Die neue Straße wird wieder ein bis zwei Generationen halten –wenn wir was erreichen wollen, müssen wir uns jetzt einbringen.“ Wann mit den Arbeiten begonnen wird, steht noch nicht fest. Blume rechnet damit, dass es nicht vor 2020 sein wird.

Verbesserungen seien auf jeden Fall sinnvoll. Die Fußwege und Seitenstreifen erfüllten nicht mehr heutige Standards. Bei den Planungen müsse auch daran gedacht werden, Ladestationen für Elektroautos und -fahrräder gleich mit zu berücksichtigen. Auch auf anliegende Firmen müsse Rücksicht genommen werden. Dabei solle auch die Frage nach Parkplätzen für die Betriebe geklärt werden. „Wir werden mit allen Beteiligten sprechen“, kündigt Blume an. Dabei ginge es auch um ganz praktische Informationen. Dazu zähle etwa die Müllabfuhr, aber auch Parkmöglichkeiten für die Wagen von Anwohnern, vor deren Haustür gerade gebaut werde. „Der normale Alltag muss weiterhin möglich sein.“

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Ohne ein Verkehrskonzept werde es nicht gehen, sagte Blume. Könnten Autofahrer noch im westlichen Bereich zwischen Humboldtstraße und Stettiner Straße die Baustelle innerörtlich umfahren, ginge dies zwischen Stettiner Straße und Einkaufszentrum nicht mehr. Dann sei die Erreichbarkeit der Tankstellen eingeschränkt, und auch die Schulen müssten die Bauarbeiten berücksichtigen. Blume ergänzt, dass auch für den Friedhof ein Parkplatz geschaffen werden sollte. Nach den derzeitigen Planungen wird es auf einer Straßenseite einen zwei Meter breiten Fußweg und einen 1,90 Meter breiten Parkstreifen für Autos geben. Die eigentliche Fahrbahn ist dann sieben Meter breit. Auf der anderen Straßenseite gibt es dann allerdings nur noch einen 2,90 Meter breiten Fußweg, auf dem zur Hälfte Autos geparkt werden können.

Die Straße müsse erneuert werden, betont Blume. „Wenn sie fertig ist, haben wir mehr Lebensqualität, müssen aber Einschränkungen in der Bauphase hinnehmen.“ Er wolle deshalb das Gespräch suchen und plane für die zweite Novemberhälfte einen Informationsabend, bei dem Planer, Verwaltung und Anwohner vertreten sein sollen. Möglicherweise hätten die Anwohner auch noch Wünsche, an die keiner gedacht habe, oder sie könnten wertvolle Tipps geben.

Von Thomas Tschörner