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Region Seelze Nachrichten So leuchtete der Feuertraum im Bürgerpark
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16:25 30.09.2018
So schön leuchtet das Feuerwerk über Seelze. Quelle: Sandra Remmer
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Seelze

Das Warten hat sich gelohnt. Um kurz nach 20.30 Uhr erstrahlte das erste komplett durchgeplante Feuerwerk über dem dunklen Nachthimmel im Bürgerpark. Da ertönten die „Ahs“ und „Ohs“ als Ausrufe der Bewunderung und Handys und Fotoapparate wurden gezückt, um den besonderen Moment festzuhalten. Insgesamt drei Feuerwerks-Choreographien sahen die Seelzer, jede etwa acht Minuten lang und von entsprechender Musik begleitet.

Für den Silvesterabend zuhause dürften die gezündeten Feuerwerke allerdings eine Nummer zu groß sein. „Etwa 15.000 Euro kostet das Material für ein achtminütiges Feuerwerk“ verriet Pyrotechniker Frank Zimmermann von der Firma GMI-Event, der sich als Veranstalter verantwortlich für Seelzes ersten Feuertraum zeigte. „Wir haben bereits am Freitag mit dem Aufbau begonnen, 1000 Kugelbomben und 2000 Singleshots liegen hier verkabelt. Da sind Kaliber dabei, die sind größer als die in Herrenhausen“, sagte Frank Zimmermann. Nach Ansicht der Zuschauer überzeugten die Sky Artists mit ihrer Inszenierung am meisten. Sie durften den Wanderpokal mit nach Hause nehmen.

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Bereits um 18 Uhr konnten die Besucher in den Bürgerpark kommen und sich bei Bratwürsten und Getränken auf den Abend einstimmen. Manch einer merkte, dass zunehmende Kälte und Nässe das Warten unangenehm machten. „Wir sind noch einmal schnell nach Hause gelaufen, um uns wärmer anzuziehen und einen Stuhl zu holen“, erzählte Andreas Kempf, der es sich mit Tochter Zoe in einem Klappstuhl am Rande der großen Wiese bequem gemacht hatte, als schließlich Schlagersängerin Isabel Krämer ihren Auftritt auf der Bühne hatte.

Als Überraschungsgast gab sie sich alle erdenkliche Mühe, das Publikum zum Mitmachen zu animieren und für gute Laune zu sorgen. Und spätestens beim Medley der Band Pur zeichnete sich ihre Hartnäckigkeit aus und immer mehr Handys und Taschenlampen sorgten für ein stimmungsvolles Bild. Als routiniert erwies sich die 26-jährige, als ein plötzlicher Stromausfall für totale Finsternis sorgte. Nachdem Techniker und Feuerwehr den Fehler behoben hatte, setzte sie ihren Auftritt unbeirrt fort.

„Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es hier so feucht wird“, erklärte indes Frank Zimmermann. Die Nässe habe zu den technischen Defekten geführt und auch dazu, dass es Unterbrechungen beim Zünden des eigenen Feuerwerks gab. Aber Zimmermann blieb positiv gestimmt. „Es wird gut angenommen, viele sind gekommen“, resümierte er. Die Chancen stehen gut, dass es auch im nächsten Jahr einen Feuertraum in Seelze geben wird – möglicherweise aber an einem anderen Standort.

Von Sandra Remmer