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Region Seelze Nachrichten Letter: Schüler begeistern sich für Sozial-Training
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14:13 27.03.2019
Die einzelnen Schüler mussten über einen Weg aus Stöcken gehen. Quelle: Heike Baake
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Letter

Der komplette fünfte Jahrgang des Georg-Büchner-Gymnasiums nimmt an dem von der Stadt Seelze angebotenen Sozial- und Kommunikationstraining im Jugendbildungshaus teil.

Insgesamt rund 150 Schüler werden sich im Monat März den besonderen Herausforderungen und Aufgaben dieses Trainings stellen. Jede Klasse verbringt an zwei aufeinanderfolgenden Wochentagen einen Vormittag mit den Sozialpädagoginnen Renate Wötzel und Marta Pardo-Fuentes.

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In dieser Woche stellten sich die Schüler der Klasse 5 G, in Begleitung ihrer Lehrer Anna Bakina und Martin Bause, den Herausforderungen. Ziel des Sozialtrainings ist es, die Gemeinschaft und das Miteinander zu fördern. Dabei werden oft Grenzen überwunden und Vorurteile abgebaut. „Bei unserem Training steht die Reflexion im Vordergrund“, sagt Pardo-Fuentes. Ihrer Meinung nach sei dies für die Schüler sehr wichtig, um sich weiterentwickeln zu können.

Der erste Tag begann für die Jungen und Mädchen mit einer Vorstellungsrunde, bei der sie sich jeder Schüler eine Motiv-Karte aussuchen und seine Wahl begründen musste. Unentschlossene hatten es da nicht einfach, zwischen den Tieren, Landschaftsaufnahmen oder Menschen auszuwählen. „Diese Übung dient dazu, dass alle erst einmal locker werden und ihre Angst gegen das Neue überwinden“, erklärte Pardo-Fuentes. Auch ein Arbeitsbogen, auf dem die Kinder ihre eigenen Ziele eintragen sollten, diente zum Ankommen im Jugendbildungshaus. Bei der Übung „Tower of Power“ war vor allem die Teamfähigkeit gefragt. Fünf Schüler bekamen die Augen verbunden und mussten den Anweisungen zum Turmbau von ihren Klassenkameraden blind folgen. Auch die Außenanlage wurde während der regenfreien Phase genutzt. Dort war neben Teamgeist, Mut und Vertrauen gefragt, denn jeder Schüler musste über 14 Holzstöcke balancieren, die die Klassenkameraden zu einer Brücke zusammen hielten. Saliya (11) war die Erste, die den Gang über den hölzernen Weg wagte, und nach wenigen Unterbrechungen glücklich und erleichtert am Ziel ankam.

Auch der magische Reifen forderte die Schüler heraus. Zwischen allen Teilnehmern, die sich im Kreis stehend an den Händen hielten, hing ein Hula-Hoop-Reifen. Alle Schüler mussten in einer Richtung die Reifen durchsteigen, ohne sich loszulassen. Klassenlehrer Bause begleitete zum ersten Mal Schüler zum Sozialtraining und zeigte sich begeistert. „Was die Kinder hier mitnehmen, unterstützt auch unsere Arbeit in der Schule“, erklärte er.

Von Heike Baake