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Region Seelze Nachrichten Ortsbürgermeister sind mit Neubau zufrieden
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16:32 30.07.2019
Werner Brzuska (links) und Alfred Blume vor dem im Bau befindlichen Haus im Obentraut-Park. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Beim Sommerspaziergang von Seelzes Ortsbürgermeister Alfred Blume und seinem Stellvertreter Werner Brzuska hat am Dienstag der Neubau der KSG an der Beethovenstraße auf dem Plan gestanden. Dass die Ortsbürgermeister dabei unter sich blieben, wertet Blume als gutes Zeichen. Offenbar würden jetzt viele Kritiker sehen, dass der Bau sich doch ganz gut in die Umgebung einfüge. „Wir sind zufrieden, dass gebaut wird“, betonte Blume. Die Stadt brauche dringend bezahlbaren Wohnraum.

Projekt im Obentraut-Park war umstritten

Die KSG baut auf der ehemals gut 5000 Quadratmeter großen Parkanlage am Obentraut-Denkmal ein fünfgeschossiges Gebäude mit insgesamt 31 Wohnungen. Dafür nutzt die Gesellschaft den südlichen Teil mit circa 3275 Quadratmetern, der sich in ihrem Besitz befindet. Der nördliche Teil mit dem Denkmal bleibt erhalten. Das Projekt war umstritten: Während der Ortsrat Seelze das Bauvorhaben befürwortete, gab es von einigen Kommunalpolitikern auch Protest. Vor allem die SPD-Ratsfraktion wollte den Park retten, der langjährige Landtagsabgeordnete Heinrich Aller mahnte eine Denkpause an. Die Stadt machte schließlich den Weg für das Bauvorhaben frei. Die Stadtverwaltung hatte stets betont, dass die Kommune das Projekt nicht verhindern könne, weil die Fläche im Besitz der KSG sei.

Ortsbürgermeister sieht Einschätzung des Ortsrats bestätigt

Der Neubau ist zwar noch in Arbeit, dennoch können sich Interessierte bereits ein Bild von den Größenverhältnissen machen. „Wir haben nicht falsch gelegen, der Sache zuzustimmen“, sagte Blume. Der grüne Gürtel bleibe erhalten, die Leute könnten weiter auf Bänken sitzen. Zumindest sei das neue Gebäude nicht störend, meint auch Brzuska. Die Stadt benötige dringend die geplanten Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, für die die KSG der Kommune sogar einige Belegungsrechte zugestehe.

Obentraut-Denkmal ist beliebter Treffpunkt

Immerhin werde es auf der nun deutlich kleineren Grünfläche weiter Sitzbänke geben. Denn das Areal sei ein beliebter Treffpunkt. Brzuska verweist auf ihm bekannte Damen, die dort täglich nach einer Runde um den Block Station machen. Büsche und Bäume sorgten für Schatten, und selbst der aktuelle Baulärm sei erträglich. „Der Park wurde schon immer als Freizeitfläche genutzt.“ Blume ergänzt, dass das Gelände um das Obentraut-Denkmal seit Jahrzehnten ein Treffpunkt sei. Selbst eine Seelzer Rockergruppe hätte sich dort regelmäßig versammelt. Zumindest bei der Jugend sei der Park inzwischen nicht mehr ganz oben auf der Liste der Treffpunkte. „Junge Leute treffen sich heute da, wo sie freies W-LAN finden können, etwa bis 23 Uhr bei Rewe.“

Seelzer können Ideen einbringen

Fest stünde aber, dass die vorhandenen öffentlichen Flächen in der Kernstadt auch genutzt würden. Wer noch mehr Grün wolle, ginge in den Bürgerpark. „Die Befürchtung, dass durch den Neubau wertvolle Grünflächen wegfallen, hat sich nicht bewahrheitet, auch wenn die Fläche jetzt kleiner ist“, sagt Blume. Wie das Gelände genau gestaltet wird, steht noch nicht fest. So muss beispielsweise auch der Brunnen einen neuen Platz finden. „Wir laden die Bevölkerung dazu ein, ihre Ideen zur Gestaltung einzubringen“, sagt der Ortsbürgermeister.

Von Thomas Tschörner

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