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00:15 28.11.2018
Mit einem Trauermarsch haben sich die Letteraner endgültig vom Alten Rathaus verabschiedet. Quelle: Sandra Remmer
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Letter

Seit Mittwoch steht das Alte Rathaus nicht mehr in Letters Ortsmitte auf dem Bürgermeister-Röber-Platz. Kein Protest, keine Klage der Letteraner konnte das von der Wohnungsbaugenossenschaft Herrenhausen beauftragte Abbruchunternehmen aufhalten. Mit einem Trauermarsch und anschließender Kranzniederlegung haben sich mehr als 50 Letteraner am Freitagabend endgültig von ihrem Rathaus verabschiedet.

„Ich bin überwältigt von der Anzahl der Teilnehmer“, sagte Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth. Gerechnet habe er etwa mit der Hälfte. Vom Kastanienplatz aus setzte sich der Tross dann unter Geleit zahlreicher Fackelträger in Richtung Bürgermeister-Röber-Platz in Bewegung.

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Mit einem Trauermarsch haben sich die Letteraner endgültig vom Alten Rathaus verabschiedet. Quelle: Sandra Remmer

„In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Ich bin 1959 in Letter geboren und hier im Rathaus eingetragen“, sagt Siegfried Donasch. Aber er wisse auch, dass die Bausubstanz des alten Gebäudes hinfällig war. „Ich habe mir das marode Material angesehen“, erklärt Donasch. Nun hofft er, dass der Neubau ein gefälliger sein wird, der sich ins Ortsbild fügt. Deswegen hofft er auch, dass eine dreigeschossige Bauweise an dieser Stelle nicht genehmigt wird.

Angekommen, wo bis vergangene Woche noch das Rathaus stand, legte Rolf Hackbarth als Erinnerung einen Kranz am Bauzaun nieder, ergänzt durch ein gesägtes Modell des Gebäudes aus den dreißiger Jahren. Nachdem der Ortsbürgermeister einen kurzen geschichtlichen Ablauf über das Rathaus gegeben hatte, schloss sich nun das letzte Kapitel um das lang umkämpfte Gebäude.

Von Sandra Remmer