Seelze: In Lohnde sind die meisten Aktionen wegen Corona ausgefallen
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Seelze: In Lohnde sind die meisten Aktionen wegen Corona ausgefallen

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19:00 03.11.2020
Lohndes Ortsbürgermeister Wilfried Nickel denkt an einen Neujahrsempfang in anderer Form als gewohnt.
Lohndes Ortsbürgermeister Wilfried Nickel denkt an einen Neujahrsempfang in anderer Form als gewohnt. Quelle: Thomas Tschörner
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Lohnde

Wegen der seit Anfang November gültigen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr den vom Ortsrat Lohnde organisierten Nachmittag für Senioren nicht geben. Ortsbürgermeister Wilfried Nickel kündigt zudem an, dass auch der Ablauf des Volkstrauertages am 15. November an die neue Lage angepasst werden müsse. „Die Feuerwehr hat ihre Teilnahme bereits abgesagt.“ Er werde auf jeden Fall mit seinem Stellvertreter Manfred Grages und Pastorin Sigrid Goldenstein einen Kranz am Ehrenmal niederlegen. „Dies wird aber nur im kleinen Kreis möglich sein.“ Eventuell könne noch ein Trompeter des Musikvereins mitwirken.

Fast alle Großveranstaltungen fallen Corona zum Opfer

Die Covid-19-Einschränkungen hätten Lohnde ganz schön ausgebremst, sagt der Ortsbürgermeister. So habe bereits der TV Lohnde sein 100-jähriges Jubiläum wegen der Pandemie nur in stark abgespeckter Form feiern können. Und auch der Judoverein Nippon Lohnde habe seine geplante Serie von Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen nahezu komplett ins Wasser fallen lassen müssen. „So kommt eins zum anderen“, bedauert Nickel. Zumindest habe im September der beliebte Haus- und Hofflohmarkt laufen können, praktisch als einzige Großveranstaltung. Insgesamt sei die Situation unbefriedigend. „Doch damit müssen wir leben.“

Besuche sind nach Absprache möglich

Besuche bei Lohndern, die einen hohen Geburtstag über 80 Jahre oder ein Jubiläum wie etwa eine Diamantene Hochzeit feierten, würden er und Grages weiterhin machen. Nötig sei aber eine vorherige Absprache. „Wir müssen sehen, was vertretbar ist.“

Neujahrsempfang könnte andere Form annehmen

Der Ortsbürgermeister macht sich bereits Gedanken über den Lohnder Neujahrsempfang. Bislang konzentrierte sich dieser auf die Mehrzweckhalle im Bürgerhaus. Dies sei unter den jetzigen Voraussetzungen nicht mehr sinnvoll. Nickel schwebt deshalb vor, den Empfang anders zu organisieren und auf mehrere Räume im Gebäude zu verteilen. Dort könnte eine Art Hallenflohmarkt mit kleinen Ständen aufgebaut werden, an denen die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen können. „Es ist nicht klar, ob wir das im Januar realisieren können.“ Trotzdem solle ein Termin gefunden werden, damit die Planung anlaufen kann. Abgesagt werden könne der Neujahrsempfang notfalls immer noch.

Politische Sitzungen fallen aus

Bis Ende November würden zudem die meisten Ausschuss- und Ortsratssitzungen abgesagt, sagte Nickel, der auch Seelzes Erster stellvertretender Bürgermeister ist. Dies gelte für alle Gremien, in denen Entscheidungen aufgeschoben werden können. „Also da, wo es nicht brennt.“ Ginge es beispielsweise um die Einhaltung von Fristen, sei die Kommunalpolitik aber weiter handlungsfähig. Auch die Ortsratsmitglieder könnten nach wie vor Anfragen stellen und mit der Verwaltung Kontakt aufnehmen. Die politische Arbeit ginge somit weiter, wenn sie auch anders organisiert werden müsse.

Von Thomas Tschörner