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Region Seelze Nachrichten Vitrine macht Lust auf Museumsbesuch
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00:17 14.02.2019
Evelyn Gorsler (links) und Erika Turek kümmern sich um die Vitrine im Rathaus. Quelle: Sandra Remmer
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Seelze

Viele Besucher, die ins Seelzer Rathaus kommen, stoppen interessiert an der Glasvitrine im Foyer und werfen einen Blick hinein. Und aus genau diesem Grund haben Erika Turek und Evelyn Gorsler vom Museumsverein den Entschluss gefasst, die Vitrine mit Informationen aus dem Heimatmuseum an dieser Stelle aufzustellen.

„Wir hatten Sorge, dass das Museum während der Umzugszeit von Letter nach Seelze im Sommer in Vergessenheit geraten könnte“, erklärt Erika Turek. Also sorgten sie dafür, dass im Rathaus die Vitrine aufgestellt wurde. Gut sichtbar, flankiert von Reitergeneral Michael von Obentraut, begrüßt die Glasvitrine jeden, der das Rathaus betritt. „Am Anfang haben wir darin einiges zur Stadtgeschichte und Themen aus dem alten Museum gezeigt sowie Hinweise auf die Neueröffnung im Alten Krug gegeben“, sagt Turek. Inzwischen sei aus der Vitrine eine echte Institution geworden. „Ich habe schon oft Leute gesehen, die davor stehen bleiben“, berichtet auch Stadtarchivar Norbert Saul, und diese Beobachtung können Turek und Gorsler bestätigen. Seit Montag sind in der Vitrine Auszüge aus der aktuellen Ausstellung „Schule im Wandel der Jahrhunderte – die Entwicklung der Seelzer Dorfschulen“ zu sehen, die das Heimatmuseum in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv organisiert hat und aktuell zeigt. „Wir greifen Themen und besondere Persönlichkeiten aus der Schulausstellung heraus und zeigen dies, um die Menschen neugierig zu machen“, erzählt Evelyn Gorsler. So können die Betrachter zum Beispiel Interessantes über Heinrich Wittmeyer erfahren, der ab 1906 als Lehrer in Seelze tätig war und außerdem Verfasser einer Dorf- und Kirchenchronik ist. Auch eine kleine Schiefertafel ist in der Glasvitrine ausgestellt. Alle drei bis vier Monate wird der Inhalt der Vitrine ausgetauscht. Entsprechend dazu wird auch die Dauerausstellung im Heimatmuseum stets aktualisiert und ergänzt. Über die Neuigkeiten informiert die Besucher eine Tafel, die im Eingangsbereich zur Schulausstellung platziert ist.

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Aufmerksam machen Turek und Gorsler auch auf anstehende Termine im Heimatmuseum. Als nächstes steht am Sonntag, 24. Februar, das zweite Erzählcafé an. Bei der Premiere im Januar waren gut 30 Seelzer gekommen, um sich über Schulerinnerungen auszutauschen. Im Februar geht es dann um Hauswirtschaft und Nadelarbeit. Handwerksarbeiten und Häkelnadeln können zu diesem Termin gerne mitgebracht werden. Der dritte Termin wird am Sonntag, 17. März, sein. Weitere Erzählcafés sind in Planung.

Von Sandra Remmer