Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Grüne wollen Verkehrsbelastung verhindern
Region Seelze Nachrichten Grüne wollen Verkehrsbelastung verhindern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:28 02.08.2018
Die Grünen wollen mehr Verkehr in Letter verhindern, weil die Stöckener Straße in Spitzenzeiten schon jetzt hoch belastet ist. Quelle: Christiane Mahnke (Archiv)
Anzeige
Seelze

Der Bau der sogenannten Wasserstadt in Hannover-Limmer dürfe keine zusätzliche Verkehrsbelastung für Seelze bringen. Dies fordern die Grünen in einem Antrag, über den die politischen Gremien noch beraten müssen.

Es gebe inzwischen umfangreiche Vorschläge, wie man in Hannover mit den sich durch das Bauvorhaben der „Wasserstadt Limmer“ und die spätere Nutzung durch die Bewohner ergebenden Verkehr und sicher auch zunächst Schwerlastverkehr umgehen will, erklärt Grünen-Fraktionschef Knut Werner. Es sei aber zu befürchten, dass Lösungen allein für Hannover gesucht würden und Seelze bei den Erwägungen einer Verkehrsführung außen vor bleibe. „Die Folgen und damit eine weitere Belastung wären für den Wohnwert für Seelze katastrophal“, sagt Werner. Schon jetzt gebe es Untersuchungsergebnisse, die für die Stöckener Straße bedenklich seien.

Anzeige

In ihrem Antrag fordern die Grünen deshalb, dass Seelzes Stadtverwaltung sicherstellen soll, dass durch den Bau der Wasserstadt und die spätere Nutzung keine zusätzliche Verkehrsbelastung für Seelze entstehen dürfe. Dies gelte vorrangig für die Stöckener Straße und die Klöckner Straße, die verkehrsmäßig hoch belastet sind. Die Verwaltung solle das Verkehrskonzept für das hannoversche Bauvorhaben anfordern und Einfluss darauf nehmen, dass mögliche Verkehrsführungen durch Seelze verhindert werden, will die Ratsfraktion der Stadt als Arbeitsauftrag an die Hand geben.

In Zusammenhang mit der Wasserstadt haben CDU und SPD in Seelze bereits eine Verlängerung der Stadtbahn in die südlichen Stadtteile ins Gespräch gebracht. Seelzes CDU hatte zunächst einen Antrag auf eine Verlängerung der Stadtbahnlinie 10 bis Velber und den Bau eines Park-and-Ride-Platzes im Bereich des Ortseingangs gestellt und wenig später unerwartete Unterstützung aus Hannover bekommen: Dort regten Regions-Grüne und FDP-Ratsfraktion an, die Wasserstadt doch noch an die Stadtbahn anzubinden, die Linie bis Seelze-Süd zu verlängern und damit weitere Neubaugebiete zu erschließen. Seelzes SPD-Ortsvereinschef Reinhold Heinz äußerte sich grundsätzlich zustimmend zur Stadtbahnverlängerung –allerdings unter der Bedingung, dass die Linie mindestens bis Seelze-Süd ausgebaut wird.

Velbers Ortsbürgermeister Erhard Klein, der auch Ratsmitglied der SPD ist, mahnte dagegen ein Gesamtkonzept für die Entwicklung von Seelzes südlichen Stadtteilen an. Die Diskussion dürfe nicht allein auf verkehrliche Anbindungen beschränkt werden, forderte Klein.

Von Thomas Tschörner