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Region Seelze Nachrichten Geflüchtete Frauen lernen Deutsch und können Kinder mitbringen
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08:00 12.09.2019
Die Kinder der Teilnehmerinnen werden im Spielzimmer betreut. Quelle: Heike Baake
Seelze

Das Jugendzentrum in Seelze füllt sich an vier Tagen in der Woche mit Frauen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Iran und Albanien, die am Deutschkurs teilnehmen. Mit dabei sind auch ihre kleinen Kinder, denn der Kurs, den die Stadt Seelze in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Hannover anbietet, ermöglicht parallel eine Kinderbetreuung.

„Unsere Zielgruppe sind Frauen mit kleinen Kindern, die noch keine Krippenplätze haben und sonst von der Sprachförderung ausgeschlossen wären“, erklärt Maria Baumeister, Integrationsbeauftragte der Stadt.

Teilnehmerinnen wollen Sprache lernen

Die anfängliche Idee, den Frauen spielerisch, zum Beispiel durch gemeinsames Kochen, die neue Sprache zu vermitteln, ging nicht auf. „Schnell kam bei den Teilnehmerinnen der Wunsch auf, die Sprache richtig zu erlernen“, sagt Baumeister.

Zu Beginn trafen sich die Kursteilnehmerinnen dreimal in der Woche, mittlerweile kommen sie an vier Tagen ins Jugendzentrum. Das in der oberen Etage liegende Spielzimmer wird zur Kinderbetreuung genutzt. Während die Mütter in der unteren Etage neue deutsche Wörter lernen, sind die Kinder mit bunten Spielsachen beschäftigt.

„Am Anfang war es etwas anstrengend, aber jetzt kennen uns die Kinder und es ist einfacher“, so Valbona Osmani, eine der beiden Betreuerin. Gäbe es mal Tränen oder ein Kind würde gern bei seiner Mutter sein, sei das kein Problem. Dann seien während des Kurses auch mal Kinder im Raum.

Dozentin Marta Pawlak gestaltet den Kurs mit Alltagsthemen und will somit den Wortschatz für Arztbesuche, Krankenpflege oder Freizeitbeschäftigungen erweitern. Obaede Anwar ist vor drei Jahren aus dem Irak gekommen und ist seit fünf Monaten dabei. „Ich bekomme hier viele Informationen und die Frauen sind sehr nett“, sagt sie. Das finden auch Doa Abo Shehab und Denyas Alouda aus Syrien. Auch sie sind vor drei Jahren nach Deutschland gekommen und haben Freundschaften im Kurs geschlossen.

Denyas Alouda beschäftigt sich mit den Wörtern rund um Krankenpflege. Quelle: Heike Baake

Vorbereitung für Integrationskurs

Detlef Klein, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der KEB, ist regelmäßig anwesend. Er steht als Ansprechpartner zur Verfügung und übernimmt im Vertretungsfall auch mal den Unterricht. „Wir haben das Budget für dieses Projekt und wollen auch, dass es vernünftig ausgegeben wird“, sagt er.

Zwei Mitarbeiter in der Kinderbetreuung und eine Dozentin könnten finanziert werden. Der Kurs, der Anfang Mai begonnen hat, wird Ende November enden. Laut Klein werden dann zwei Teilnehmerinnen den A1-Test bestehen. Für die anderen Frauen bereitet der Kurs auf den Integrationskurs vor.

Rossmann unterstützt das Projekt

Neben dem Sprachkurs bleibt auch noch Geld für Ausflüge. Private Spender, wie Unternehmer Dirk Rossmann, ermöglichten den Kursteilnehmerinnen bereits Tagesausflüge ans Steinhuder Meer oder nach Norderney. „Selbstverständlich sind bei den Ausflügen auch die Kinder mit dabei“, sagt Klein.

Von Heike Baake

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