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Region Seelze Nachrichten Drittklässler in Harenberg lernen, ihre Grenzen aufzuzeigen
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18:03 13.06.2019
Spielerisch lernen die Kinder, wie sie bei einem körperlichen Angriff ihre Grenzen aufzeigen können. Quelle: Linda Tonn
Harenberg

„Halt, Stopp“, rufen 15 Drittklässler der Grundschule Harenberg und bringen blitzschnell ihre Arme in Abwehrhaltung. Jorg Aschemann von der Kampfsportschule TA Wing Tsun läuft von einem zu anderen, baut sich vor ihnen auf und schreit. Doch die Kinder stellen sich dem Angreifer selbstbewusst entgegen. Eine Stunde lang spielen sie in kleinen Übungen Angriffe sowohl mit Worten als auch mit Gesten nach. Sie trainieren, wie sie den Gegner mit geschickten Handgriffen abwehren können und wie sie sich verbal aus einem Streit befreien.

Schüler sollen Selbstbewusstsein stärken

„Wir wollen, dass die Schüler sowohl ihre Grenzen kennenlernen, als auch den fairen Umgang miteinander üben“, sagt Aschemann. In dem zehnstündigen Projekt gehe es nicht nur um Selbstverteidigung, sondern auch darum, dass die Drittklässler ihr Selbstbewusstsein stärken und selbstständiger werden. Das Projekt ist aus der Schulprojektwoche hervorgegangen, die unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ stand.

„Wir wollten gerade die Arbeit mit der dritten Klasse vertiefen, weil die Kinder in einem Jahr an die weiterführende Schule kommen“, sagt Aschemann. Man spreche auch über Mobbing und Ausgrenzung und analysiere Situationen aus dem Unterricht. Eltern und der Ortsrat finanzieren den Workshop. „Ich finde es sinnvoll, dass Kinder in diesem Alter ihre Kräfte und Stärken kennen lernen“, sagt Ortsbürgermeister Wilhelm Lohmann.

„Hier können wir uns mal so richtig anschreien“

Auch auf den Unterricht hätten die Einheiten des Traines Aschemann und des Sportstudenten Serhat Balci einen positiven Einfluss, sagt der stellvertretende Schulleiter Knut Meyer-Delvendahl. „Die Schüler sind ausgeglichener.“ Die Drittklässler finden die Extrastunde am Nachmittag gut: „Hier können wir uns mal so richtig anschreien und lernen aber auch, wie wir netter miteinander umgehen können.“

Von Linda Tonn

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