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Nachrichten Brot und Erdbeeren: Was einer Chefköchin aus Sansibar in Seelze am besten schmeckt
Region Seelze Nachrichten Brot und Erdbeeren: Was einer Chefköchin aus Sansibar in Seelze am besten schmeckt
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18:05 07.07.2019
Witness Charles Mgaba (rechts) ist Chefköchin einer Hotelanlage auf Sansibar, wo sie Iris Krystmanski kennen lernte. Die Partyservicebetreiberin tauscht sich zwei Wochen lang mit der Expertin aus Tansania über Nahrungsmittel und Essgewohnheiten aus. Quelle: Patricia Chadde
Gümmer

Iris Krystmanski kennt Witness Charles Mbaga schon mehrere Jahre. „Meine Familie und ich lieben Sansibar“, berichtet die Inhaberin eines Partyservices in Gümmer. Zu der Chefköchin der Hotelanlage entwickelte sich im Laufe der Urlaubsaufenthalte ein persönliches Verhältnis, was in einem deutschen „Weiterbildungsurlaub“ mündete: Für zwei Wochen und zwei Tage erkundete Witness Charles Mbaga neben deutschen Essgewohnheiten, Nahrungsangeboten und Markttreiben auch niedersächsische Schulen und Arbeitsbedingungen. Bis zum Besuch war ein hoher bürokratischer Aufwand zu bewältigen – auf beiden Seiten, berichtet Iris Krystmanski. Die Afrikanerin musste zwei Mal zur deutschen Botschaft nach Daressalam reisen, ihre deutsche Gastfamilie eine Bürgschaft übernehmen.

„Warum verkaufst du deine Kirschen nicht?“

„Warum verkaufst du die Kirschen aus deinem Garten nicht“, fragte die Frau aus Tansania Iris Vater, den pensionierten Schlachtermeister Dietmar Krystmanski. „Das ist in Deutschland nicht üblich und nicht so einfach“, erklärte der 78-Jährige. Dort, wo Marktstände vorkommen, beispielsweise auf dem Seelzer Wochenmarkt oder den Märkten in Wunstorf und Neustadt, sitzen schon vormittags zahlreiche Marktbesucher in Cafés oder Eisdielen und müssen offenkundig nicht arbeiten. Das findet die Afrikanerin außergewöhnlich, ebenso, wie die intensive Beschäftigung mit dem Nachwuchs. „Bei uns spielen die Kinder in der Schule, nachmittags treffen sie sich dann mit Nachbarskindern“, berichtete die Mutter eines 15- und eines Neunjährigen.

Currywurst, Döner und Gyros sind neu, die Pizza ist bekannt

„Wir möchten Witness möglichst viele Geschmackserlebnisse bieten“, erklärte Iris Krystmanski. So ging es zum Großmarkt, zum Fischhändler ans Steinhuder Meer sowie zu verschiedenen Supermärkten. Neben regionalen Zutaten geht es bei der internationalen Begegnung auch um Zubereitungsweisen. „Mein Vater hat sich Rouladen und Kartoffelsuppe nach Witness-Art gewünscht“, berichtete Krystmanski. Während es auf Sansibar Knoblauch ebenso wie weiße, gelbe, rote und süße Kartoffeln gibt, sind Früchte kaum bezahlbar. „Die kostspieligen Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen und Kiwis gönnt man sich allerhöchstens mal an einem Feiertag“, berichtet der Gast aus Tansania und staunt über niedrige Lebensmittelpreise ebenso wie über die Vielfalt bei Käse und Wurstwaren.

Auch Äpfel sind auf Sansibar teuer

Natürlich spielen Temperatur und Kühlmöglichkeiten bei Transport wie Lagerhaltung von frischen Waren eine wichtige Rolle. „Mit 21 Grad ist es für Witness viel zu kalt“, berichtete Iris Krystmanski. Auf Sansibar herrschen mindestens 30 Grad. Ein Grund,weshalb leicht verderbliche Früchte, wie Erdbeeren und Kirschen nur durch einen hohen finanziellen Einsatz ausreichend kühl transportiert und gelagert werden können. Sogar die robusteren Äpfel sind teuer und kosten einen Dollar pro Stück.

Brot und Süßigkeiten sind Favoriten

Doch die Favoriten der Chefköchin auf ihrer kulinarischen Reise waren weder Erdbeeren noch die Kirschen aus dem Garten von Schlachtermeister Krystmanski: Deutsches Brot und Süßwaren interessierten Witness besonders. Sie notierte eifrig Rezepte, um die Speisen bald auch in ihrer Hotelküche anbieten zu können.

Von Patricia Chadde

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