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Region Seelze Nachrichten An der Hannoverschen Straße steht jetzt eine Mitfahrbank
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00:19 17.06.2019
„Gut für die Umwelt und gut für die Menschen“: In Seelze steht an der Hannoverschen Straße Ecke Bonhoefferstraße eine Mitfahrbank. Ortsbürgermeister Alfred Blume, Petra Fischer (links) und Iris Jauert haben sie eingeweiht. Quelle: Linda Tonn
Seelze

Seit Donnerstag steht an der Hannoverschen Straße, Ecke Bonhoefferstraße, eine ganz besondere Sitzgelegenheit. „Wer darauf Platz nimmt, riskiert, dass ein Auto anhält und einen mitnehmen möchte“, sagt Seelzes Ortsbürgermeister Alfred Blume. Die blaue Bank ist eine sogenannte Mitfahrbank und soll ein neuer Anlaufpunkt in der Stadtmitte direkt gegenüber dem Rathausplatz werden.

Ein Hinweisschild mit einem emporgereckten Daumen soll darauf aufmerksam machen. „Wir wollen Menschen, die nicht so mobil sind, die Möglichkeit geben, von A nach B zu kommen“, sagt Blume. Das System der Mitfahrbänke ist einfach: Wer darauf Platz nimmt, signalisiert, dass er eine Mitfahrgelegenheit benötigt. Es sei ein Geben und Nehmen, sagt Iris Jauert vom Ortsrat Seelze, der die knapp 600 Euro für die Bank aufgebracht hat. „Der Wartende bekommt eine Fahrt, der Fahrende einen netten Beifahrer.“ Die Länge der Strecke sei dabei egal, wer mitfahren will, muss allerdings volljährig sein.

Mitfahrbänke sorgen für mehr Mobilität

Seit März steht die gleiche blaue Bank auch schon in Seelze-Süd an der Regiobus-Haltestelle Am Markt. Hier soll die Bank unter anderem auch für mehr Mobilität sorgen – auch für die Bewohner des Seniorenwohnheims An den Grachten. Die Bank geht auf eine Initiative der Linken im Ortsrat zurück: „In Norddeutschland, in weniger dicht besiedelten Gegenden, sind solche Mitfahrbänke weitverbreitet und ein beliebtes Mittel, um unabhängig von Bussen von einem Ort zum anderen zu kommen“, sagt Ortsratsmitglied André Meyer.

Die neue Bank an der Hannoverschen Straße ist ein erster Schritt, ein kleines Netz an Mitfahrbänken in Seelze aufzubauen. „Wer von Seelze-Süd aus zum Einkaufen ins Zentrum fährt, soll auch die Möglichkeit haben, wieder zurückzukommen“, sagt Ortsbürgermeister Blume. Zwar sei das Zentrum auch gut mit Bussen angeschlossen, aber vor allem in den Abendstunden oder am Wochenende müsste man oft länger warten.

Beitrag zum Umweltschutz

„Ich sehe die Mitfahrbänke auch als einen Beitrag zum Umweltschutz“, sagt Ortsratsmitglied Petra Fischer. „Wenn man Fahrgemeinschaften bildet, kann man auch immer Autofahrten einsparen.“ Ob und wie die Bank angenommen werde, müsse sich zeigen, sagt Blume. Die bisherigen Erfahrungen in Seelze-Süd hätten gezeigt, dass ein solches Angebot erst einmal angenommen werden müsse. „Ich denke wir müssen auch die Akzeptanz dafür schaffen“, sagt er. Es solle keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr aufgebaut werden, sondern eine zusätzliche Möglichkeit, noch mobiler unterwegs zu sein – und das sogar kostenlos. „Es wäre schön, wenn das Projekt in Seelze Schule macht und sich andere Ortsteile anschließen würden“, sagt Blume. In der Region Hannover haben bereits mehrere Kommunen Mitfahrbänke aufgestellt, darunter Hemmingen, Springe, Pattensen und Laatzen.

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Von Linda Tonn

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