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Region Seelze Nachrichten 47-Jähriger wirft mit Marmorplatte nach Polizisten
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15:07 03.01.2018
Seelzer Polizisten sind bei einem Einsatz angegriffen worden. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze

 Ein 47-jähriger Ruhestörer hat am Dienstag gegen 23.15 Uhr aus einer Wohnung an der Hannoverschen Straße zwei Polizisten mit einer kleinen Marmorplatte beworfen, aber nicht getroffen. Die Beamten nahmen den angetrunkenen Angreifer fest, teilt die Polizei mit.

 Polizei wird wegen lauter Musik gerufen

Die Polizei war zu einem Mehrfamilienhaus an der Hannoverschen Straße gerufen worden, da in einer Wohnung sehr laut Musik abgespielt wurde. Der alkoholisierte Verursacher, der der Polizei bereits bekannt ist, wurde angesprochen. Tatsächlich stellte der Mann die die Musik zunächst leiser. Doch schon beim Verlassen des Hauses mussten die Polizisten feststellen, dass die Musik sofort wieder lauter gedreht wurde. „Um die Ruhestörung zu beenden, wurde dann der Strom in der Wohnung ausgeschaltet“, sagte ein Sprecher des Kommissariats Seelze.

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47-Jähriger bedroht und beleidigt Beamte und wirft Steinplatte aus dem Fenster

Während des weiteren Ablaufs bedroht der Ruhestörer die Beamten. Als die Polizisten das Haus schließlich verlassen wollten, warf der Mann eine kleine Mamorsteinplatte, offenbar ein Untersetzer für Blumentöpfe, aus dem Fenster seiner Wohnung im dritten Stock in ihre Richtung. Glücklicherweise verfehlte er die Beamten. Daraufhin wurde er in seiner Wohnung festgenommen. Gegen den 47-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte eingeleitet.

Bei Brand im Oktober liegen Rauchmelder im Eisfach

Angriffe auf Polizisten sind in Seelze die absolute Ausnahme, sagte André Butte, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED). So sei etwa die Silvesternacht, in der in diversen Städten kriminelle Randalierer Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte attackierten, in der Obentrautstadt ruhig verlaufen. In den vergangenen Jahren war Seelze auch in der Kriminalstatistik eher unauffällig gewesen.

Bei Brand im Oktober liegen Rauchmelder im Eisfach

Der 47-Jährige ist für die Einsatzkräfte kein Unbekannter. Erst im Oktober hatte es in der Wohnung des Seelzers gebrannt. Das Lattenrost im Schlafzimmer des Mannes war in Brand geraten, angeblich während er im Bett lag. Durch das schnelle Eingreifen der vom Mieter selbst alarmierten Feuerwehr blieb der Schaden auf das Schlafzimmer, das durch den Rauch in Mitleidenschaft gezogen wurde, beschränkt. Für Kopfschütteln bei der Feuerwehr sorgte die Entdeckung, dass der Mann die Rauchmelder im Eisfach des Kühlschranks deponiert hatte.

Von Thomas Tschörner

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