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08:00 29.09.2014
Von Ingo Rodriguez
Bereits im Jahr 2016 wird eine der beiden katholischen Kirchen im Stadtgebiet geschlossen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Ronnenberg

Auf dem Prüfstand stehen die beiden katholischen Standorte schon länger. Ursprünglich sollte eine der Kirchen bereits 2014 geschlossen werden. Im vergangenen Jahr hatte der zuständige Pastoralrat um den früheren Pfarrer Hans-Joachim Osseforth beim Bistum Hildesheim aber noch einen Aufschub erwirkt.

Jetzt rückt die Schließung einer Kirche aber immer näher. „Fakt ist, dass bis 2016 ein Standort aufgegeben wird“, sagt Pfarrer Klemens Teichert von der St.-Maximilian-Kolbe-Kirchengemeinde in Hannover-Mühlenberg. Diesem Standort sind die Gemeinden Heilige Familie in Empelde und St.-Thomas-Morus in Ronnenberg angeschlossen. Osseforths Nachfolger Teichert macht auch kein Geheimnis daraus, dass eine Kirche vor dem Aus steht: „Bis Sommer 2015 muss der neue Pastoralrat unserer Pfarrgemeinde die Standortfrage klären und es dem Bistum mitteilen.“

Grund für die Schließung von Kirchen im Bistum sind Haushaltsdefizite und Sparzwänge. Das hatte schon der leitende Bischof Norbert Trelle bei einem Besuch in Ronnenberg vor zwei Jahren unmissverständlich eingeräumt. Demnach seien der demografische Wandel und Austritte für Einbrüche bei den Kirchensteuereinnahmen verantwortlich.

Brisanz bekommt die in Ronnenberg nahende Kirchenschließung vor dem Hintergrund der am 15. November anstehenden Pastoralratswahlen. Diesem Gremium der Pfarrgemeinde St.-Maximilian-Kolbe gehören außer Teichert und den drei weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern noch 14 ehrenamtliche Mitglieder aus den drei Kirchenstandorten an - „aber zu gleichen Teilen“, sagt Teichert. Nach Angaben des Pfarrers wird es eine der ersten Aufgaben des neu gewählten Pastoralrates sein, ab Dezember einen Abwägungsprozess einzuleiten. „Es gibt keinen Favoriten“, betont Teichert.

Im Auswahlverfahren für die Kirchenschließung werden laut Pfarrer verschiedene Standortfaktoren berücksichtigt. Wie entwickelt sich die Bevölkerung im Stadtteil? Wie weit ist die nächste Kirche? Welche Altersstruktur hat die Gemeinde? Wie sind die ehrenamtlichen Strukturen? Wie ist der Zustand der Kirche? „Das alles wird überprüft“, sagt Teichert. In Ronnenberg gibt es rund 3100 Katholiken - etwa 1800 davon in Empelde.

Teichert will keine Tendenzen nennen, versucht aber, Zuversicht zu verbreiten: „Wir schließen eine Kirche, aber keine Gemeinde“, sagt er. Nach der Schließung werde ein Konzept erarbeitet, wie das Gemeindeleben ohne eigenes Gotteshaus vor Ort weitergehen kann.

Am S-Bahn-Haltepunkt Empelde wird es ab Mittwoch keine Lautsprecheransagen als Warnung vor durchfahrenden Zügen mehr geben. Während die Bahn dies mit dem Lärmschutz für Anwohner begründet, sieht Anwohnerin Liselotte Becker besonders für Kinder und Jugendliche zusätzliche Gefahren.

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