Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Musik-Matineè mit Gitarrist Armol
Region Ronnenberg Nachrichten Musik-Matineè mit Gitarrist Armol
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:36 23.09.2018
Ein Traumtänzer und sein Instrument: Armol lässt in der Alten Kapelle in Weetzen unter anderem Filmkompositionen erklingen. Quelle: Heidi Rabenhorst
Anzeige
Weetzen

Die Premiere ist gelungen. Erstmals hat der Verein für Denkmalpflege in der Alten Kapelle am Sonntagvormittag zu einer Musik-Matineé eingeladen. „Wir wollen mal sehen, wie der Termin ankommt, aber die Resonanz ist schon sehr ermutigend, fast alle Sitze sind belegt“, sagte Vereinsvorsitzender Nikolaus Derben erfreut.

Mit der einstündigen Musik-Matinee hat der hannoversche Gitarrist Armol die 30 Besucher regelrecht verzaubert. Mit teilweise geschlossenen Augen ließ das Publikum die Musik auf sich wirken. Armol ist das Pseudonym des klassischen Gitarristen Michael Seubert. Er studierte an der Musikhochschule Hannover bei Frank Bungarten und komponiert Werke für und mit Gitarre. Als Armol zeigt er eine andere Facette von sich. Er kreiert einen sehr persönlichen Stil im Genre der modernen Klassik und lotet die Klangmöglichkeiten der zehnsaitigen klassischen Gitarre des japanischen Gitarrenbaumeisters Masaru Kohno aus. Diese bringt er schließlich in Verbindung mit Minimal Music, Impressionismus, elektronischer Musik und Film-Soundtracks. In seinem Konzertprogramm mit dem Titel „Traumtänzer“ ließ der Musiker Hörlandschaften entstehen. Auf seiner Gitarre erschafft Seubert Kompositionen aus kraftvollen Arpeggien, traurigen Tremolopassagen und verspielt fantasievollen Tänzen, die klingen, als hätten sie sich aus vergangenen Zeiten in die Gegenwart verirrt. Es erklangen unter anderem Filmmusiken von Ludovico Einaudi aus „Ziemlich beste Freunde“, von Yann Tiersen aus „Die wunderbare Welt der Amelie“ und Philip Glass aus „Koyaanisqatsi“.

Anzeige
Begeistert: Immer wieder spendet das Publikum starken Beifall. Quelle: Heidi Rabenhorst

Und wie immer kam das Publikum nicht nur aus Weetzen. Unter den Besuchern war auch Astrid Wendt aus Wennigsen. „Ich bin total begeistert von dem Programm, das der Verein anbietet. Und auch der Vormittagstermin gefällt mir sehr gut“, sagte sie. Wegen des Künstlers ist Susanne Anderson gekommen. Sie spielt selbst Gitarre und wollte Armol live erleben. Auch Hans-Joachim Krause lobte den Verein. „Es ist nicht nur bemerkenswert, sondern unterstützenswert, was hier geleistet wird“, sagte der Ronnenberger. Zu den Gästen zählte auch das Gründungsmitglied und der ehemalige Vereinsvorsitzende Reinhold Drantmann. „Mir gefällt vor allem das breitgefächerte, kulturelle Programm. Der Verein ist nicht mehr wegzudenken“, fügte der Architekt hinzu, der mittlerweile in Hannover lebt.

Von Heidi Rabenhorst